31. Juli 2010
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Reisetipp: Santiago de Compostela

Travel-Tipp: Santiago de Compostela
Maria Rodriguez
, TV Moderatorin und Produzentin

Wir sprachen mit Maria Rodriguez über ihre Lieblingsdestination Santiago de Compostela und die Mentalität der Gallizier. Dabei konnten wir ihr ein paar Geheimtipps entlocken.

 
   
 

Frau Rodriguez, wo verbringen Sie am liebsten Ihre Ferien?

In Santiago de Compostela, dort, wo halb Europa hinpilgert. Ich bin bis anhin stets hingeflogen. Sobald der Pilgerstrom etwas abnimmt, zieh ich meine Wanderschuhe an, und los gehts!

Welchen Bezug haben Sie zu dieser Destination?

Santiago ist neben Zürich meine Heimatstadt. Meine Eltern sind von Santiago, ich habe über 50 Cousins, etliche Tanten, Onkel und meine Grossmutter in Santiago. Jedes Jahr verbringe ich mindestens eine Woche dort. Als Kind war ich auf dem Bauernhof meiner Grosseltern, später mit meinen Eltern in der Stadt oder auf Ausflügen ans Meer unterwegs.

Wie würden Sie das Leben und die Mentalität der Menschen beschreiben?

Herzlich, bescheiden und teilweise ein wenig verschlossen. Verglichen mit anderen Spaniern sind die Galizier in meinen Augen etwas zurückhaltender und gemächlicher.

Welche Sehenswürdigkeiten darf ein Besucher nicht verpassen?

Altstadt Santiago de Compostela Natürlich die Kathedrale. Die ganze Altstadt ist äusserst charmant, es hat viel mittelalterlichen Charme und viele kleine Tapas-Bars.

Wo  haben Sie am besten gegessen?

Bei meiner Grossmutter, ganz klar. In Galizien isst man generell sehr gut. Vor allem, wenn man auf Fisch und Meeresfrüchte steht wie ich.

Wine & Dine, Clubs, Shopping, Wellness: Verraten Sie uns ein paar Geheimtipps?

Das Restaurant San Clemente ist sehr empfehlenswert. Vor allem die Meeresfrüchte sind köstlich.

Shopping macht man besser nicht bei der Kathedrale, dort hat es viele Touristenfallen und Souvenirshops. Im modernen Teil von Santiago, also nur etwa zehn Minuten zu Fuss von der Kathedrale entfernt, gibt es sehr viele Shops. Da Zara und Massimo Dutti von einem Galizier gegründet wurden, würde ich mich dort mit Kleidern eindecken. Falls es regnet, und das ist leider oft der Fall, kann man in die Shopping-Mall bei Area Central gehen.

Und zum Thema Wellness: Mit dem Auto ist man in 30 Minuten am Strand. Ein Spaziergang am Meer ist die beste Erholung. Muss es doch exklusiver sein, gibt es im Städtli San Xenxo verschiedene Wellness-Hotels.

Sind Sie eher «elegant» oder «casual» am Reisen?

Eher casual. Ich verbringe meine Ferien gerne entspannt und in der Natur. Ausser bei grossen Städtereisen. Da darfs auch exklusiver sein. Vor allem bei der Wahl des Hotelzimmers ist es wichtig, dass es ruhig und zentral liegt. Ein gutes Bett am Abend und ein guter Kaffee am Morgen gehören dazu.

Was ist Ihnen wichtig, wenn Sie auf Reisen sind?

Dass ich gut vorbereitet bin, und trotzdem viel Platz für Spontanes bleibt. Ich weiss meist schon im Voraus, was ich sicher anschauen will. Grössere Zeiträume bleiben aber offen. Es gibt nichts Schöneres, als sich treiben zu lassen. Der Arbeitsalltag ist schon genug durchstrukturiert. Die Agenda bleibt zuhause.

Und, wo geht die nächste Reise hin?

Nach Madrid. Ich freu mich auf Museen, Flamenco und das Real-Madrid-Stadion.

Und schliesslich unsere «Change»-Frage: Wir leben in einer veränderungsreichen Zeit. Womit bringen Sie den Begriff «Change» in Verbindung?

Mit dem Jahr 2009. Ausser im Beruf hat sich beim mir so ziemlich alles verändert. Aber Veränderungen sind meist gut, oder?

Wenn Sie alle Macht der Welt hätten, welchen globalen «Change» würden Sie realisieren?

Gute Frage, aber es gibt zu vieles, dass nicht so verteilt ist, wie ich es gerne hätte. Ein guter Anfang wäre wohl die Abschaffung sämtlicher Diktaturen.

Frau Rodriguez, vielen Dank für das Interview.
 
Interview: Antonio Iacovazzo

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