Akbar Al Baker: «Wir nehmen im Schnitt jeden Monat ein neues Flugzeug in die Flotte auf»
Akbar Al Baker
CEO, Qatar Airways
Während viele Airlines Strecken streichen und sparen, baut Qatar Airways ihr globales Netzwerk stetig aus. Erst seit Dezember 2009 fliegt die Premium Airline mit Melbourne zum ersten Mal den australischen Kontinent an. Schon im Februar 2010 lanciert die Airline mit der jungen Flotte weitere interessante Destinationen wie Tokio, kurz darauf wird mit der Boomcity Bengaluru (Bangalore) in Indien bereits die elfte Strecke ins schnell wachsende Land eröffnet. Die extrem kurze Umsteigezeit in Doha und der preisgekrönte Service machen Qatar Airways zur guten Alternative auch für Reisende ab der Schweiz.
|
|||
Seit ihrem Start in der Schweiz vor knapp sechs Jahren setzt Qatar Airways erfolgreich auf Ausbau. Mittlerweile bietet die staatliche Airline aus Katar pro Woche je fünf Flüge ab Zürich und Genf direkt nach Doha. Die meisten Passagiere nutzen den Flughafen dank seiner extrem kurzen Umsteigezeiten als Drehschreibe für einen Weiterflug an über 35 für Reisende aus der Schweiz beliebte Destinationen. Die Passagierzahlen steigen trotz der Wirtschaftskrise und die Airline investiert viel in ihre Flotte. «Wir nehmen im Schnitt jeden Monat ein neues Flugzeug in die Flotte auf», sagt CEO Akbar Al Baker. Zudem investiert Qatar Airways mehr als eine Milliarde US Dollar in den Ausbau des internationalen Flughafens in Doha.
Fünf neue Destinationen bis April 2010
Während viele Airlines ihr Streckennetz verkleinern, baut Qatar Airways auch punkto Destinationen aus. Für Reisende ab der Schweiz wird vor allem Tokio schon bald besser erschlossen. Die Verbindung via Doha und Anschlussflug via Osaka in die japanische Hauptstadt ist vor allem auch preislich eine interessante Alternative. Tokio ist ab Ende April 2010 nach Osaka die zweite Destination in Japan und wird ab Doha täglich angeflogen. Als Folge der neuen Flugverbindung wird die koreanische Hauptstadt Seoul, die derzeit über Osaka bedient wird, ab Sommerflugplan 2010 ab
Doha neu nonstop bedient.
Besonders stark ist die Premium Airline mit Indien verbunden, neben Goa und der heiligen Stadt Amritsar im Norden des Landes bietet die staatliche Airline als 11. Destination ab Februar täglich Flüge ins Technologie-Zentrum Bengaluru, früher bekannt als Bangalore. Damit steigt die Kapazität zwischen Katar und Indien auf insgesamt 71 Flüge pro Woche.
Auch in Europa baut Qatar Airways ihre Präsenz stark aus. Mit dem Start des Sommerflugplans 2010 am 28. März 2010 werden die dänische Hauptstadt Kopenhagen (vier Flüge pro Woche) sowie die spanische Metropole Barcelona (täglich) ins Netzwerk integriert. Im Laufe des Monats April wird zudem die türkische Hauptstadt Ankara (4 x wöchentlich, Tage 1, 4, 5, 7) folgen, womit Qatar Airways ihre Position in der Türkei mit derzeit täglichen Flügen Doha–Istanbul markant verstärkt.
Ziel 120 Destinationen
Qatar Airways betreibt derzeit eine Flotte von 75 modernen Flugzeugen, die 85 Geschäftsreise- und Touristik-Destinationen in ganz Europa, im Nahen, Mittleren und Fernen Osten, in Afrika, auf dem indischen Subkontinent, in Süd- und Südostasien, in Nordamerika und seit kurzem auch in Australien bedienen. Die Airline setzt kräftig auf weiteres Wachstum: Innerhalb der nächsten drei Jahre sollen insgesamt 120 Destinationen weltweit angeflogen werden. «In einer Zeit, wo Fluggesellschaften weltweit Flugzeuge stornieren und ihr Netz trimmen, macht Qatar Airways genau das Gegenteil», sagt CEO Akbar Al Baker. «Wir wollen den Reisenden eine grössere Auswahl an Flügen und Zielen bieten.»
Fünf Super Jumbos bestellt
Qatar Airways hat auch fünf der neuen «Super Jumbos» des Typs A380 geordert. Bis die Passagiere damit fliegen können, dauert es aber noch mindestens zwei Jahre. Bis dahin wird auch der neue internationale Flughafen von Doha eröffnet sein. Auf welchen Routen die weltweit grössten, effizientesten Flieger eingesetzt werden, ist noch offen. Klar ist, dass sie die wichtigsten Strecken der Fluggesellschaft bedienen werden, vor allem von und nach derzeit überlasteten Flughäfen.
5. Januar 2009
Herr Dobelli, Sie sind der Gründer von Zurich.Minds. Sagen Sie uns doch bitte, welche Personen trifft man an Ihren Veranstaltungen? Zurich.Minds versteht sich als Plattform für
herausragend intelligente, kreative und innovative Persönlichkeiten aus
Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft. Politiker sind explizit ausgeschlossen. Die
Leute sind mit viel Leidenschaft dabei; es findet ein reger Austausch von Ideen
und Erfahrungen statt.
Roger Köppel, Chef-redaktor der Weltwoche
Chancen: Die Schweiz steht als Land überdurchschnittlich gut da. Wenn die Schweiz die Schweiz bleibt, sind ihre Aussichten hervorragend. Changes: Ich wünsche mir einen Bundesrat, der sich entschiedener hinter unser Land stellt.
«Wenn Sie alle Macht der Welt hätten, welchen «Change» würden Sie realisieren?»
Otto Ineichen, Unter-nehmer: "Ich würde der Ökologie oberste Priorität einräumen. Nur sie wird möglichst breit abgestützte Sicherheit für alle bringen."
Urs Egger, CEO, Swisscontact und Zürcher FDP-Stadt-ratskandidat: "Ich würde den Armen dieser Welt den Zugang zu Bildung, politischen Rechten und Märkten ermöglichen."
Hansueli Loosli, Coop-Chef: "Mit globaler Wirtschaftpolitik allen Erdbewohnern ein lebenswertes Leben ermöglichen."
Eric Syz, Gründungs-mitglied und General Manager der Bank Syz & Co. AG: "Hätte ich diese Macht, würde ich nicht viel verlangen. Lediglich, dass unsere Finanzindustrie im gleichen Masse die Unterstützung seitens der Behörden und der Medien erfährt, wie dies bei unseren Konkurrenten der Fall ist. Es ist interessant festzustellen, dass sich die angelsächsische Presse stets auf die Seite ihres Finanzplatzes schlägt, während wir einen gewissen Hang zur Selbstgeisselung pflegen. In der Schweiz gehört es zum guten Ton der Medien, systematisch die Banken zu kritisieren, während uns die öffentliche Meinung weitgehend wohlgesinnt ist."
Antoinette Hunziker-Ebneter, CEO, Gründ-ungspartnerin und Vizepräsidentin des Verwaltungsrats Forma Futura Invest AG in Zürich: "Ich würde ein nachhaltiges volks-wirtschaftliches System einführen mit neuen, sinnvollen Zielen für Wachstum, Wohlfahrt und Effektivität. Als neues Instrument würde ich zusammen mit der neuen Generation auf allen Kontinenten eine Betriebswirtschaftslehre entwickeln, welche ökonomische, ökologische und ethische Aspekte integriert."
Kaspar Schuler, Co-Geschäftsleiter von Greenpeace in der Schweiz:"Das sich die Menschen bei jeder grossen Frage zuerst ans Herz statt ans Portemonnaie greifen."
Martin Bisang, CEO, Bellevue Group AG: "Ich möchte die jungen Leute motivieren, in der heutigen Welt etwas Positives in Bewegung zu setzen, am liebsten natürlich, in dem sie Unternehmer werden."
Dr. Hans-Peter Fricker, CEO des WWF Schweiz. "Die sofortige, weltweite Umstellung auf einen Lebensstil, der allen Erdenbewohnern eine sichere Existenz, fernab von Hunger und Mangel, und der Erde als ganzer eine intakte Zukunft garantiert."
Paola Ghillani, Inhaberin, Paola Ghillani & Friends AG: "Ich würde ein wirtschaftliches Modell umsetzen, welches allen Menschen dient. Die entscheidende Frage ist: welche «Art von Menschheit» wollen wir? Welches ist unser Daseinsgrund? Es sollte der Sinn unseres Lebens sein, die Entwicklung der Menschheit in Frieden und Harmonie zu erlauben und aktiv zu fördern."
Urs Winkler, CEO, World Vision Schweiz: "Ich würde die Herzenshaltung der Menschen verändern, so dass nicht mehr Egoismus und Habgier dominieren, sondern wichtige christliche Werte wie Nächstenliebe, Versöhnung und Gerechtigkeit voll zum Tragen kommen. Damit hätten wir eine Welt, in der Frieden herrscht und alle Menschen ein Leben in Würde führen können."
Dr. Pierin Vincenz, CEO der Raiffeisen Group: "Ich würde versuchen, einer wertorientierten Führung stärker zum Durchbruch zu verhelfen: durch motivierte Verantwortungsträger und nicht durch zusätzliche Gesetze."
Otto Ineichen, Unternehmer und Nationalrat: "Ich würde der Ökologie oberste Priorität einräumen. Nur sie wird möglichst breit abgestützte Sicherheit für alle bringen."
Doris Fiala-Goldiger, PR-Beraterin und Nationalrätin: "Wenn ich alle Macht der Welt hätte, würde ich ganz sicher versuchen, die unglaublich schwierige Situation in den Subsahara-Staaten zu verbessern. Diese Länder leiden unter zahlreichen bewaffneten Konflikten, Wasser-knappheiten sowie einer immer grösseren Armut. Aufgrund dessen findet eine zunehmende Völkerwanderung statt. Wir müssen mit friedensfördernden und stabilisierenden Massnahmen dafür sorgen, dass sich die Situation in diesen Ländern entspannt, indem wir uns etwa für eine bessere Governance und gegen Korruption einsetzen. Wenn uns das nicht gelingt, wird das auch für Europa Konsequenzen haben."
Jürg Bucher, CEO, PostFinance sowie Mitglied der Konzern-leitung der Schwei-zerischen Post. "Die Welt steht vor der riesigen Herausfor-derung, für eine nachhaltige Entwicklung zu sorgen, die den nächsten Generationen gute Lebensqualität bietet."
Dr. Fleur Platow ist Finanzkolumnistin: "Ich würde den Prozess der sich wieder öffnende Schere zwischen Arm und Reich auf dieser Welt revidieren. Denn soviel ist gewiss: Die Finanzkrise zeigt ihre Spuren insbesondere in den Elendsvierteln der Schwellenländer – aber nicht nur dort."
Yves Mirabaud, Partner, Mirabaud & Co, Genf: "Natürlich würde ich gerne mehrere «Changes» realisieren. Aber um hier nur einen «Change» zu nennen: Ich wünschte, dass die Privatsphäre garantiert wird. Die Terroranschläge und die Finanzkrise haben den Staaten einen fantastischen Vorwand geliefert, das Leben ihrer Mitbürger zunehmend zu kontrollieren. Das weckt in mir nicht nur schöne Erinnerungen. Das soll allerdings selbstverständlich nicht heissen, dass für die Umgehung der gesetzlichen Normen unseres Wohnsitzlandes ein Freischein ausgegeben werden soll."
Maya Onken, Schulleiterin und Autorin: "Ich würde gerne einmal die herrschenden, von Männern geprägten Machtverhältnisse auf-heben und die Frauen an die Macht kommen lassen. Es würde mich interessieren, was passiert, wenn die Männer zwei Drittel der Weltarbeit leisten, dafür lediglich zehn Prozent vom Gesamtlohn erhalten und nur noch ein Prozent vom Weltvermögen in den Händen halten."

Barack Obamas Slogan lautet: «Change – Yes We Can!» Wie lautet Ihr Slogan?
Renate Schwob, Leiterin Finanzmarkt Schweiz und Mitglied der Geschäftsleitung der Schweizerischen Bankiervereinigung: "Können allein genügt nicht. Es braucht zusätzlich den Willen und die
Bereitschaft, etwas zu tun. In diesem Sinne möchte ich sagen: Yes, we
can, we will and we shall..."
Klaus J. Stöhlker, PR Berater und Autor: "Simply the best."
Daniel Jositsch, SP-Nationalrat und Professor für Strafrecht: "Ich setze mich ein für einen starken, sozialen und ökologischen Kanton Zürich."
Joachim H. Strähle, CEO, Bank Sarasin & Cie AG: "Um das durch die Finanzkrise verlorene Vertrauen der Marktteilnehmer
wieder zurückzugewinnen, müssen wir als Bank Verlässlichkeit und
Qualität garantieren. Entscheidend sind in unserem Business die
Rückbesinnung auf alte Werte wie Kundenorientierung, die Ausrichtung
auf ein effizientes Geschäftsmodell sowie die Definition eines klaren
Leistungskatalogs. Meine Devise lautet hier: „Nur das tun und anbieten,
was wir wirklich gut können.“ Ich bin entsprechend überzeugt, dass der
Markt die von der Bank Sarasin fokussierte Geschäftsstrategie
honoriert. Wir setzen damit nicht auf kurzfristige Gewinnmaximierung,
sondern auf Nachhaltigkeit und Beständigkeit – zwei sehr verlässliche
Werte."
Urs Meier, Unternehmer und Fussballexperte: "Solange es ein Besser gibt, ist gut nicht gut genug."
Natalie Rickli, Nationalrätin: "Für eine selbstbewusste Schweiz."