03. September 2010
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Reisetipp: Havanna

Amanda Ammann in Kuba

Amanda Ammann, Model und Ex-Miss Schweiz

Wer Kuba richtig kennen lernen will, der kann nur auf einer Rundreise alles so richtig hautnah erleben. Keine andere karibische Insel bietet so viel Vielfalt und Schönheit wie Kuba. Traumhafte, von Kokospalmen gesäumte schneeweisse Strände und das azurblaue karibische Meer versetzen jeden in Entzücken. Für viele ist Kuba nicht umsonst eines der schönsten Fleckchen auf Erden. Eine Insel mit viel Kultur, Geschichte und Charme, mit einer vielseitigen und abwechslungsreicher Natur und voller Gastfreundschaft, Musik und Tanz. Imposante Gebirgszüge, Mangrovensümpfe, kleine Inseln und eine überwältigende Vegetation bestimmen das Bild. Tabak- und Zuckerrohrfelder wechseln mit Reis- und Bananenplantagen ab, den kleinen Kolonialstädtchen wie Trinidad und Cienfuegos einen Besuch abzustatten lohnt sich genauso wie die örtlichen Zigarren- oder Rumfabriken kennen zu lernen.

Wir sprachen mit Amanda Amman über ihren Kuba-Aufenhalt, das Bijou Havanna und die warmherzige Mentalität der Kubaner.

 
   
 

change.ch
Frau Ammann, welchen Bezug haben Sie zu Kuba?

Amanda Ammann
Ich fühle mich mit dieser wunderschönen karibischen Perle sehr verbunden, da ich vor zwei Jahren eine längere Zeit dieses Land bereisen und in vielerlei Hinsicht unvergessliche Erfahrungen sammeln durfte.

Was hat Ihnen beim Bereisen dieser Insel besonders gut gefallen?

Die Menschen sind Lebenskünstler und strahlen eine natürliche Lebensfreude aus. Ich liebe die kubanische Musik und die atemberaubende Natur - Tabakfelder und weisse Sandstrände. Auch im Bezug auf Politik und Kultur bietet die Insel sehr viel Einzigartiges und zugleich Spannendes.

Wie würden Sie das Leben und die Mentalität der Menschen beschreiben?

Die Kubaner sind offen, warmherzig, temperamentvoll und ausserordentlich gesellig. Obwohl ihnen der Kapitalismus und seine Möglichkeiten verwehrt bleiben, scheinen sie mit sich im Reinen zu sein. 

Welche Sehenswürdigkeiten darf ein Besucher nicht verpassen?

Auf jeden Fall Havanna! Die Stadt ist ein Bijou. Zwar hat man am Anfang das Gefühl, man sei in einer Ruine. Dieses Gefühl legt sich jedoch schnell: Hier stehen herrliche und farbenfrohe Bürgerhäuser im spanischen Kolonialstil, auf den Strassen fahren amerikanische Oldtimer und in den Bars sitzen lebenslustige ältere Herren und geniessen ihre kubanischen Zigarren.

Man spürt richtig, wie die Bevölkerung den noch immer erhaltenen Mythos der Stadt liebt und lebt, die einst grossen Reichtum durch Tabak und Rum erlangte. Musik ertönt in den zahlreichen Bars und den Strassen wie der «Calle Obispo». Und im «Bodeguita del Medio» sass schon der weltbekannte Autor Ernest Hemingway und philosophierte über das Leben.

Zu den bedeutendsten Plätzen Havannas gehört die «Plaza de las Armas», wo das schöne Rathaus «Palacio de los Capitanes Generales» steht. Im Gedenken an den Nationalhelden, Dichter und Freiheitskämpfer José Martí stehen auf der «Plaza de la Revolución» ein Denkmal und ein beinahe 150 Meter hoher Obelisk - ein Muss für jeden Havanna-Besucher.

Wenn es dunkel wird, erwacht das heissblütige Leben in den Strassen, den Kinos, den vielen Theatern und in den Restaurants und Bars. Man trinkt ein Glas «Mojito» und tanzt leidenschaftlich zu den Salsa-Rhythmen.

Wenn man es lieber etwas ruhiger haben möchte, dann geht man in den Westen des Landes, zum Beispiel nach Vinelas, da ist die Natur am schönsten.

Wo gingen Sie gerne hin?

Besonders gut gefiel mir im Allgemeinen das Strassenleben - die bunten Szenen des Alltags in den Strassen von Havanna. Am Abend schlenderte ich gerne am Malecón entlang. Das ist die Küstenpromenade in Havanna und ein beliebter Treffpunkt sowohl für Einheimische als auch für Touristen.

Wo  haben Sie am liebsten gegessen?


Bei den Familien zu Hause. Ich lebte hauptsächlich in so genannten Casas Particulares. Das sind Zimmer, die von Kubanern zur Verfügung gestellt werden. Die Gastfreundlichkeit und das Essen sind einfach super.

Wine & Dine, Clubs, Shopping, Wellness: Verraten Sie uns ein paar Geheimtipps?

Ähm... das kann man in Kuba eigentlich vergessen. Wie gesagt, es ist eine sozialistische Insel. Aber am ehesten findet man solche Dinge vielleicht in Varadero, dem Touristenort, den ich jedoch nicht empfehlen würde.

Wir leben in einer veränderungsreichen Zeit. Womit bringen Sie den Begriff «Change» in Verbindung?

Veränderung braucht es, um sich stets weiter zu entwickeln.

Und schliesslich unsere «Change»-Frage: Wenn Sie alle Macht der Welt hätten, welchen «Change» würden Sie realisieren?


Wow, da gäbe es so viel zu verändern! Ich würde die Menschen dazu bringen, weniger egoistisch zu handeln und auf ihre Nächsten und die Natur zu achten. Dann würde sich von selbst sehr vieles zum Positiven verändern.

Frau Ammann, wir danken Ihnen für das Interview.

 

Interview: Pery Gül

 

 

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