31. Juli 2010
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Reisetipp: Napoli

Antonio Iacovazzo

Antonio Iacovazzo, Country Manager Schweiz bei der italienischen Fluggesellschaft Air One. Er ist seit fast 20 Jahren in der Airline- und Reisebranche tätig und gilt in Fachkreisen als Italien-Experte. Wir Sprachen mit Antonio Iacovazzo über Neapel: Die Menschen, das Essen und die Sehenswürdigkeiten dieser faszinierenden Metropole am Mittelmeer.

change.ch
Herr Iacovazzo, welchen Bezug haben Sie zu Neapel?


Ich wurde in der Region Kampanien geboren und habe meine ersten 10 Jahre dort gelebt. Dies hat meinen Charakter und meine Lebenseinstellung sehr geprägt. Als Country Manager von Air One fliege ich regelmässig nach Neapel, das heisst ich verfolge das Geschehen und die Entwicklung der Stadt.

Was gefällt Ihnen an Neapel?

Diese Stadt mit ihren Bewohnern fasziniert mich. Die Neapolitaner sind Lebenskünstler. Die Strassen sind wie Theaterbühnen – es lebt und bebt. Das Klima, die Lebenseinstellung der Leute, die Melodie der neapolitanischen Sprache, die engen Gassen und die Strassenszenen – einfach einmalig. Hinzu kommt die gute Küche, die Leidenschaft für Fussball und Musik, die Geschichte und die Kunst.

Welche Sehenswürdigkeiten darf ein Besucher nicht auslassen?

Bestimmt nicht auslassen dürfen Sie die Piazza Plebiscito, wo «man sich trifft» und zahlreiche Konzerte stattfinden. Dort ist auch der Palazzo Reale, die Residenz der Königlichen Familie zu sehen. Unmittelbar daneben das älteste Theater Europas: Teatro San Carlo. Unweit vom Teatro beginnt «Spaccanapoli», ein bunter Stadtteil mit engen Gassen und viele kleine Shops, den berühmten Krippenbauer, Bars und Pizzerias. Auch lohnt sich sicher ein Spaziergang entlang des Lungomare und eine Fahrt mit der Zahnradbahn, der Funicolare hinauf zum Vomero. Von dort aus hat man eine atemberaubende Aussicht auf den Golf von Neapel.

Was zeichnet ein Neapolitaner oder eine Neapolitanerin aus?

Wenn sie in ein Taxi steigen, dann merken Sie, dass Ihr Taxichauffeur auch ein leidenschaftlicher Tourguide ist. Während der Fahrt vom Flughafen ins Zentrum wird er Ihnen schon einiges über Neapel und die Neapolitaner erzählen. Die Einheimischen pflegen den schnellen Kontakt, sie sind warmherzig, hilfsbereit und fröhlich.

Was essen Sie am liebsten in Neapel?


La PIZZA schmeckt nur in Neapel so. Gehen Sie hin und fragen Sie den Pizzaiolo nach dem Grund. Was er Ihnen sagt, dürfen Sie glauben. Die Pizza wurde in Neapel erfunden, zu Ehren der Regina Margherita und danach in die ganze Welt exportiert.

Meine Lieblingspizzerias befinden sich im Stadtviertel Spaccanapoli. Nebst der Pizza finden Sie Pasta in unterschiedlichster Form, Fisch-Spezialitäten, die echte Büffelmozzarella und geniale gastronomische Kombinationen.

Neben Pizza empfehle ich «La Sfogliatella» –  ein Gebäckstück auf der Basis von Ricotta-Käse. Und natürlich den neapolitanischen Caffè – heiss getrunken und mit einem Glas Wasser.

Wie sieht die Lage bezüglich Abfall in Neapel aus?


Abfall sieht man nicht mehr. Das Problem scheint gelöst zu sein. Die Entsorgung läuft reibungslos, neue Verbrennungsanlagen werden 2012 bereit stehen. Die Behörden arbeiten an einem Sensibilisierungsplan für die Bevölkerung. Dieser Plan wird bereits in der Schule mit den Kindern umgesetzt.

Wann ist die beste Jahreszeit, um Napoli zu besuchen?


Das milde Klima in Neapel ist das ganze Jahr angenehm. Im Winter misst man im Schnitt 12 Grad Celsius. Im heissen Sommer ist die Temperatur über 30 Grad Celsius, da tut ein Bad im Meer gut und macht den Napoli-Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis. Marechiaro liegt nicht weit vom Zentrum entfernt: Das Wasser dort ist herrlich und die Landschaft bezaubernd.

Und schliesslich unsere «Change»-Frage: Wenn Sie alle Macht der Welt hätten, welchen «Change» würden Sie realisieren?

Das Wort Rassismus aus dem Wörterbuch streichen.

Interview: Zoran Bozanic, September 2008

 

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Antonio Iacovazzo, Country Manager Schweiz, Air One
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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