03. September 2010
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Altersbedingter Rücktritt von CEO Urs Ph. Roth

Der Verwaltungsrat der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) nahm heute mit Bedauern vom altersbedingten Rücktritt von CEO Urs Ph. Roth (63) Kenntnis und verdankte seinen grossen Einsatz für den Schweizer Finanzplatz. Urs Ph. Roth hat den Spitzenverband der Schweizer Wirtschaft seit Januar 2001 geleitet und tritt am Bankiertag vom 16. September 2010 - wenige Monate nach seiner altersbedingten regulären Pensionierung - zurück. In seiner Amtszeit setzte er vor allem drei Schwerpunkte. Erstens wurde unter seiner Führung die internationale Interessenvertretung erheblich ausgebaut. Neben den traditionellen Schwerpunkten wie Brüssel, Berlin oder Washington wurden insbesondere auch die aufstrebenden asiatischen Finanzplätze regelmässig besucht und wertvolle Kontakte aufgebaut. Zweitens konnte Urs Ph. Roth die SBVg in der Schweiz als harten aber seriösen, verlässlichen und vor allem immer lösungsorientierten Verhandlungspartner positionieren. Und drittens führte er ein Managementinformationssystem ein, welches dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung sowohl in Bezug auf die Ressourcenverteilung als auch das Informationsmanagement optimale Entscheidungsgrundlagen lieferte.

 
   
 

Patrick Odier, Präsident der SBVg, würdigte Urs Roth mit den Worten: „Der Finanzplatz ist Urs Roth zu grossem Dank verpflichtet. Er hat die Bankiervereinigung in herausfordernden Jahren umsichtig, kompetent und
lösungsorientiert geführt und entschieden dazu beigetragen, dass der Finanzplatz Schweiz aus der Finanzkrise gestärkt und mit einer klaren Strategie hervorgeht.“. Der Verwaltungsrat hat mit der Suche nach einem Nachfolger begonnen und
wird zu gegebener Zeit wieder informieren.

25. Januar 2010

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Gudrun Hager im Interview

Hager: «Schweiz ist drittgrösster Handelspartner Österreichs»

Gudrun Hager, Konsulinchange.ch: Frau Hager, Sie sind seit einem Jahr als Konsulin für Handelsangelegen-heiten in Zürich tätig. Wie fühlen Sie sich in der Limmatstadt?

Ich schätze die hohe Lebensqualität Zürichs, sie bietet alle Vorteile einer internationalen «kleinen Grossstadt».
 
change.ch: Was genau ist die Aufgabe einer Konsulin für Handelsange-legenheiten?


Hager: Sie ist die offizielle Vertreterin der österreichischen Wirtschaft, in meinem Fall in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Ziel ist die Förderung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen. Wir unterstützen jährlich über 1’400 heimische Unternehmen beim Markteintritt und –ausbau.
 
change.ch: Sind sie nun Diplomatin oder Vertreterin der österreichischen Wirtschaftskammer?

Hager: Beides: ich bin Mitarbeiterin der Wirtschaftskammer Österreich, deren gesetzliche Mitglieder alle österreichische Firmen sind. Im Gastland Schweiz bin ich als Diplomatin akkreditiert. 
 
change.ch: Für wen ist es von Vorteil, mit ihrem Büro Kontakt aufzunehmen?

Hager: In der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein für alle, die mehr über das Angebot der österreichischen Wirtschaft erfahren wollen. In Österreich für alle Unternehmen, die Informationen über den Schweizer Markt benötigen, individuelles Coaching suchen oder sich für einen unserer Events interessieren.
 
change.ch: 2009 war ein wirtschaftlich hartes und turbulentes Jahr. Wie hat sich dies auf die Handelsbeziehungen zwischen der Schweiz und Österreich ausgewirkt?

Hager: Das Nachbarland Schweiz ist trotz leichten Rückganges unserer Exporte zum drittgrössten Handelspartner Österreichs – nach Deutschland und Italien – aufgestiegen. Ein Beweis für unsere wirtschaftliche Verflechtung und verlässliche Partnerschaft «auf Augenhöhe».
 
change.ch: Was erwarten Sie für 2010?

Hager: Wir erwarten wieder Zuwächse im bilateralen Aussenhandel. Österreich punktet in der Schweiz mit hochwertigen Produkten und Dienstleistungen von Investitionsgütern bis hin zu Lebensmittelspezialitäten aus dem «Feinkostladen Österreich».

change.ch: Frau Hager, herzlichen Dank für das Interview.

Interview: Zoran Bozanic, Januar 2010


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