31. Juli 2010
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Strategieausblick der Sarasin Gruppe - Schlechte Nachrichten verbreiten sich schneller als gute

Bank SarasinDie Finanzmärkte werden derzeit von makroökonomischen und politischen Nachrichten getrieben, insbesondere von Meldungen über die anhaltenden Haushaltssorgen in Griechenland, eine straffere Geldpolitik in China und die eher symbolische Anhebung des Diskontsatzes für die Banken durch die US-Notenbank. Griechische Tragödien, Grenzen des Wachstums in China und grosse amerikanische Gesten bieten offenbar bessere Schlagzeilen als ihre Alternativen. Die Alternativen würden Positivmeldungen über rekordhohe Cashflows und die stetige Gewinnerholung im Unternehmenssektor sowie das ambitionierte Dividendenwachstum bei vielen grossen internationalen Blue Chips bieten. Angesichts dieser positiven Entwicklungen bergen die Finanzmärkte derzeit – ungeachtet der negativen Schlagzeilen – hervorragende Anlagechancen, wie dem jüngsten Strategieausblick der Sarasin Gruppe von Burkhard Varnholt, Chief Investment Officer, und Guy Monson, Präsident des Investment Policy Committee, zu entnehmen ist.

 
   
 

Die Europäische Zentralbank sieht im Zuge der Haushaltskrisen in den Peripherieländern von einer Zinsstraffung ab, was nicht ohne Folgen bleibt. So ist die Rendite zweijähriger deutscher Anleihen in den letzten drei Monaten signifikant gesunken (um 24 Basispunkte). Gleiches gilt für Japan, dessen neuer Finanzminister Naoto Kan im Zuge der Rückkehr der Deflationsängste die Bank of Japan aufgefordert hat, eine «angemessene» Geldpolitik zu verfolgen. In Anbetracht des Rückgangs des japanischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3% im letzten Monat (der stärkste jemals verzeichnete Rückgang) werden die ultralockere Geldpolitik, die quantitative Lockerung und massive Liquiditätsspritzen in Japan noch einige Zeit an der Tagesordnung bleiben.

Guy Monson, Präsident des Investment Policy Committee
«Wir empfehlen Anlegern, dieses Umfeld als Chance für den Kauf von realen, ertragsstarken und inflationsgeschützten Anlagen zu nutzen. Solche Titel bilden unserer Vision zufolge ein neues starkes «Nifty Fifty»-Universum global tätiger Blue Chip Aktien mit äusserst starken Bilanzen, kräftigen Cashflows und zunehmendem Dividendenpotenzial. Da diese Unternehmen weiterhin von der Rückkehr des globalen Wirtschaftswachstums profitieren werden, bewegen sich ihre Renditen in der Nähe bzw. auf dem Niveau von Staatsanleihen.»

Burkhard Varnholt, Chief Investment Officer
«Wir sehen eine Renaissance der Aktienbewertungen voraus. Die entwickelten Länder werden weiterhin eine ultralockere Geldpolitik verfolgen. Dennoch ist der Schutz vor einer Inflation wichtig, die einen einfachen Ausweg für in Bedrängnis geratene Politiker darstellen würde. Ein realistisches Risiko von Veränderungen der Kernzinsen besteht lediglich in den Schwellenländern und anderen rohstoffbezogenen Volkswirtschaften. Da in China, Indien und einigen kleineren asiatischen Volkswirtschaften strengere Mindestreserveanforderungen an die Banken umgesetzt bzw. erwartet werden, wird in diesen Ländern eine steigende Gesamtinflation verzeichnet. Vor allem gilt dies dort, wo die Währungen an den US-Dollar gekoppelt sind.»

15. März 2010