31. Juli 2010
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Drei Schweizer Firmen unter den Top 250 der weltgrössten Konsumgüter-Unternehmen

Paul Bulcke, CEO NestléPaul Bulcke, CEO Nestlé

Nestlé (3) und Richemont (102) gehören auch in diesem Jahr zu den grössten Konsumgüterunternehmen in der Welt. In der aktuellen Rangliste der Top 250 von Deloitte rangiert Nestlé wie im Vorjahr auf Platz drei, Richemont auf 102. Swatch verbesserte sich um acht Plätze auf Rang 137. Fenaco – im letzten Jahr noch auf Platz 175 – ist dagegen in der Rangliste nicht mehr vertreten. Einen Wechsel gab es an der Spitze: Dank des starken US-Dollars gegenüber dem koreanischen Won überholte Hewlett Packard im Geschäftsjahr 2008 Samsung. Bei der Hälfte der zehn grössten Unternehmen sank der Umsatz. Jedes fünfte Unternehmen in den Top 250 wies im Geschäftsjahr 2008 einen Verlust aus (berücksichtigt sind bis 30. Juni 2009 abgeschlossene Bi-lanzperioden). Die jährlich erscheinende Rangliste basiert auf den Nettoumsätzen der Unternehmen.

 
   
 

«2008 war das Umfeld für die Konsumgüterbranche schwierig. Die Nachfrage nach Produkten ist aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gesunken. Besonders betroffen waren Hersteller von Bekleidung, Heimwerker- und Elektronikprodukten sowie von sonstigen Gütern für den Heimgebrauch. Hersteller von Nahrungsmitteln, Getränken oder Tabakprodukten waren dagegen weit weniger betroffen. Die Erholung der Wirtschaft wird sich langfristig auch auf das Wachstum in der Konsumgüterbranche auswirken – das Ausmass und die Verteilung wird jedoch anders sein, als in der Vergangenheit», sagt Howard da Silva, Leiter Konsumgüterindustrie Schweiz bei Deloitte.

Dem Bericht zufolge wuchsen die 250 grössten Konsumgüterunternehmen im Geschäftsjahr 2008 um 4,8% und erzielten einen Gesamtumsatz von USD 3,2 Billionen (USD 3 Billionen im Jahr 2007). Die Performance fiel jedoch weltweit uneinheitlich aus: So mussten beispielsweise die japanischen Unternehmen einen massiven Umsatzrückgang von 7,9% im Jahr 2007 auf -6,7% im Jahr 2008 hinnehmen. Auch bei der Profitabilität rutschten sie nach 4% im Vorjahr auf -0,3%. Die europäischen Unternehmen konnten dagegen ein Wachstum von 5,7% verzeichnen. Das grösste Umsatzplus gab es im Jahr 2008 jedoch in Lateinamerika. Die neun Unternehmen aus der Region, die in den Top 250 vertreten sind, konnten um durchschnittlich 30% zulegen.

Aufschwung im M&A-Bereich

Die globale Rezession scheint langsam überwunden, die Bedingungen an den Kreditmärkten verbessern sich, Aktienkurse steigen, die liquiden Mittel der Unternehmen steigen dank der ergriffenen Massnahmen wieder und Konsumenten geben mehr Geld aus. Vor diesem Hintergrund scheint die Zeit auch wieder reif für Fusionen und Akquisitionen.

«In diesem Jahr dürften für Unternehmen vor allem Transaktionen von Interesse sein, welche ihnen den Weg in Wachstumsmärkte ebnen oder sie auf ihrem Expansionskurs unterstützen. Sie werden vor allem nach Gelegenheiten Ausschau halten, solide Marken und un-terbewertete Unternehmen zu übernehmen, die schnell ausgebaut werden können. Zudem werden sie Chancen zur Expansion in wachstumsstarke Bereiche wie Gesundheit und Well-ness oder „Functional Foods“ nutzen.»

4. März 2010

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