Nach Einschätzung von ING Investment Management (ING IM) ist der weltweite Konjunkturaufschwung ungebrochen, auch wenn es hie und da Anzeichen für Stagnation gibt. Nach Angaben von ING IM haben die Sorgen um das Ausfallrisiko staatlicher Kreditnehmer sowie die schwierige fiskal- und zinspolitische Situation Anlegern in den letzten Wochen den Risikoappetit verschlagen. Allgemein schneidet der Unternehmenssektor indes weiterhin positiv ab. Aggressive Kostensenkungsmaßnahmen bleiben zweifelsohne der entscheidende Faktor für die Ertrags- und Gewinnentwicklung von Unternehmen. Trotz Skepsis im Hinblick auf die Nachhaltigkeit der Nachfrage dürften positive Faktoren infolge von Produktivitätszuwächsen vorerst überwiegen.
Patrick Moonen, Senior Equity Strategist bei ING IM kommentiert: „Infolge der Schuldenprobleme staatlicher Kreditnehmer ist eine zunehmende Divergenz an den Aktienmärkten zu beobachten. Länder mit einem niedrigen staatlichen Schuldenstand im Verhältnis zum BIP, geringer Bankenverschuldung, hoher Sparquote und Leistungsbilanzüberschüssen werden von dieser Situation profitieren. Wir gehen für die nächste Zeit von einer Seitwärts-Bewegung der Märkte aus, bedingt durch eine allmähliche geldpolitische Normalisierung. Wir meinen zwar nicht, dass dies bereits der Beginn eines neuen Bärenmarktes ist, aber diese Trading-Range dürfte anhalten, bis sich eine Lösung für Griechenland abzeichnet.“
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Im Dezember 2009 erschienen Berichte in den Medien, wonach ein bekannter und bereits seit Mai 2008 durch die Schweizerische Bundesanwaltschaft untersuchter Diebstahl von Kundendaten der HSBC Private Bank (Suisse) SA in Genf möglicherweise einen grösseren Kundenkreis betreffen könnte als zuvor angenommen. Die FINMA steht seither in engem Kontakt mit der HSBC und den zuständigen Behörden des Bundes. Der Verdacht, dass eine weitreichendere Menge an Kundendaten vom Diebstahl betroffen sein könnte, bestätigte sich endgültig, nachdem die Bundesanwaltschaft der HSBC Anfang März 2010 Zugang zu den Daten gewährte, welche ihr die französischen Justizbehörden übermittelt hatten.
Dr. Thomas Steinemann
Chefstratege der Vontobel-Gruppe
Die Bilanz der Aktienmärkte in diesem Jahr fällt bis jetzt gemischt aus. Gemessen am Welt-Aktienindex von Morgan Stanley sind die Aktien in diesem Jahr bisher seitwärts gelaufen, obwohl die Berichtsaison der Unternehmensgewinne sehr gut verlief und sowohl der Gewinn als auch der Umsatz bei den meisten Unternehmen positiv überraschten.
mehr..Die Schweiz hat die Lehren aus der Immobilienkrise der Neunzigerjahre gezogen. Die Immobilienmärkte präsentieren sich deshalb trotz der schwierigen Wirtschaftslage auch 2010 recht stabil. Besonders die Wohnimmobilienmärkte können sich dank intaktem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage der Krise weiterhin entziehen. Schwieriger wird es für den zu ausgeprägten Zyklen neigenden Büroflächenmarkt. Der weiterhin schwachen Nachfrage steht eine hohe Flächenausweitung gegenüber. Ein Überangebot, das sich auf die Leerstände und letztlich auch auf die Mietpreise auswirken wird, ist die Folge, wie die Ökonomen der Credit Suisse prognostizieren. Im Verkaufsflächenmarkt intensiviert sich aufgrund der schwachen Umsatzentwicklung im Detailhandel sowie gesellschaftlicher Veränderungen die Strukturbereinigung, die auf Kosten von Kleinformaten und spezifischen Bereichen im Fachhandel geht. In diesem Marktumfeld trennt die Lage noch schärfer als sonst zwischen Gewinnern und Verlierern.
mehr..Prognose: 32,5 Prozent der Investitionen fließen in digitale Kampagnen. In diesem Jahr soll Online-Werbung erstmals Print überholen. Laut einer
aktuellen US-Erhebung von Outsell werden die
Werbetreibenden 2010 mehr in digitale Kampagnen investieren als in
gedruckte Medien. Von insgesamt 368 Mrd. Dollar sollen nach der
Prognose 32,5 Prozent in die Online-Werbung fließen und nur 30,3
Prozent in Print.
Die Studie untersuchte das Investitionsverhalten von über 1.000
Werbetreibenden im Dezember 2009, berichtet das Wired Magazine. Demnach
sollen die Online-Werbeinvestitionen in diesem Jahr um 9,6 Prozent
steigen. Insgesamt soll der Bereich Marketing und Werbung ebenfalls
zulegen - allerdings nur um 1,2 Prozent. Selbst für angeschlagene
Printmedien wie den Zeitschriften erwartet Outsell ein Plus von 1,9
Prozent bei den Werbespendings.
In Sachen Geschlechtergleichstellung in der Wirtschaft hat sich bisher noch immer zu wenig bewegt. Auch die weltgrößten Arbeitgeber geben großteils kein gutes Beispiel für verantwortungsvolle Gender-Unternehmenspolitik ab, wie das World Economic Forum (WEF) aufzeigt. Sie nutzen das Potenzial ihrer Mitarbeiterinnen in zu geringem Ausmaß - auch zu ihrem eigenen Nachteil - und unternehmen zu wenig, um Gleichstellung zu schaffen. Hierzulande geht es Frauen auf dem Arbeitsmarkt besonders schlecht. Sowohl Jobs als auch Löhne sind deutlich ungleichmäßig verteilt.
"Frauen kommen öfter Tätigkeiten zu, die weniger Geld einbringen, als Männern", meint Werner Eichhorst, stellvertretender Direktor für Arbeitsmarktpolitik am Institut zur Zukunft der Arbeit. Nach Angaben des WEF sorgt neben der weit auseinander klaffenden Lohnschere die ungleiche Verteilung von Stellen für Benachteiligungen. Während verschiedenen Konzernen Skandinaviens, der USA oder auch Großbritanniens bei der Arbeitsmarktintegration von Frauen eine Führungsrolle zuteil wird, sei Idee der Gleichstellung oder frauenfreundlicher Unternehmen nach wie vor ein Mythos.
mehr..Nestlé (3) und Richemont (102) gehören auch in diesem Jahr zu den grössten Konsumgüterunternehmen in der Welt. In der aktuellen Rangliste der Top 250 von Deloitte rangiert Nestlé wie im Vorjahr auf Platz drei, Richemont auf 102. Swatch verbesserte sich um acht Plätze auf Rang 137. Fenaco – im letzten Jahr noch auf Platz 175 – ist dagegen in der Rangliste nicht mehr vertreten. Einen Wechsel gab es an der Spitze: Dank des starken US-Dollars gegenüber dem koreanischen Won überholte Hewlett Packard im Geschäftsjahr 2008 Samsung. Bei der Hälfte der zehn grössten Unternehmen sank der Umsatz. Jedes fünfte Unternehmen in den Top 250 wies im Geschäftsjahr 2008 einen Verlust aus (berücksichtigt sind bis 30. Juni 2009 abgeschlossene Bi-lanzperioden). Die jährlich erscheinende Rangliste basiert auf den Nettoumsätzen der Unternehmen.
mehr..5.4 Millionen Schweizerinnen und Schweizer nutzen das Internet wöchentlich, im Durchschnitt an sieben Tagen gesamthaft 11 Stunden und 15 Minuten. Die beliebteste Funktion ist nach wie vor das E-Mail, gefolgt von Suchabfragen und Sozialen Netzwerken. Dies kommt mit weiteren aufschlussreichen Ergebnissen aus einer neuen Studie hervor, die die European Interactive Advertising Association EIAA heute gemeinsam mit Hauptpartner Microsoft Advertising präsentiert hat.
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Hans Rudolf Matter, Direktionspräsident der Basler KB: „Die
Anzeichen eines Konjunkturaufschwungs haben sich in den letzten Monaten
verstärkt. Die Unsicherheit über die künftige Entwicklung ist aber
immer noch gross. Es wird im laufenden Jahr deshalb sehr anspruchsvoll
sein, das ausgezeichnete Geschäftsergebnis von 2009 zu erreichen.“
Der Jahresgewinn 2009 von 97,4 Mio. CHF stellt das höchste vom Stammhaus Basler Kantonalbank je erwirtschaftete Ergebnis dar. Das Stammhaus Basler Kantonalbank konnte 2009 den operativen Bruttogewinn um +30,4% auf 328,2 Mio. CHF steigern. Gleichzeitig stieg auch der Jahresgewinn um +25,1% auf 97,4 Mio. CHF, was das höchste je erwirtschaftete Ergebnis darstellt. Das starke Vertrauen in die Basler Kantonalbank spiegelt sich im anhaltenden Neugeldzufluss von 1,4 Mrd. CHF wider.
Real Madrid ist zum fünften Mal in Folge der umsatzstärkste Fussballclub der Welt. Die Königlichen durchbrechen zudem als erster Club die magische 400-Mio.-Euro-Schallmauer. Das geht aus der neusten Ausgabe der Football Money League von Deloitte hervor. Der Report listet die 20 grössten Fussballclubs der Welt gemessen an ihrem Umsatzvolumen auf. Real führt die jährlich erscheinende Rangliste mit 401,4 Mio. Euro vor dem Ligarivalen FC Barcelona (365,9 Mio. Euro) für 2008/09 an. Durch eine der erfolgreichsten Spielzeiten in der Vereinsgeschichte verdrängten die Katalanen Manchester United vom zweiten auf den dritten Rang (327,0 Mio. Euro). Der deutsche Rekordmeister FC Bayern München verteidigt seinen vierten Platz mit einem Gesamtumsatz von 289,5 Mio. Euro und bleibt der umsatzstärkste Bundesliga-Vertreter 2008/09.
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"Warum produzieren Sie Ihren Wasserstoff künftig nicht selbst? – Zu
Hause!" – Mit dieser etwas provokanten Bemerkung stellte Hondas CEO,
Takanobu Ito, die Visionen seines Unternehmens in den Mittelpunkt
seiner Rede während der Honda-Pressekonferenz auf dem Genfer
Salon. Dabei ging Ito auch auf die Geschichte der Marke ein, die vor
mehr als 60 Jahren mit dem Bau von Motorrädern begann.
In der Nachkriegszeit war Japans Bevölkerung auf Mobilität angewiesen.
Also, so Ito, sei das erste Produkt von Soichiro Honda ein Fahrrad mit
einem kleinen Motor gewesen, ein einfacher Anfang, dem nach und nach
weitere Produkte folgten – Autos, Motorräder, Rasenmäher,
Schiffsmotoren. Heute sei eine der kleinsten Kreationen Hondas der
U3-X, das motorisierte Einrad, das in Genf dabei ist, und das größte
und schnellste Objekt der Honda-Jet.
Da Investitionen in Öl- und Gasfelder zurückgehen und die Erschließung
immense Ausgaben verursacht, gehen Experten für 2011 von einem neuen
Ölpreishoch aus. Selbst die gefürchtete 150 Dollar-Marke pro Barrel Öl
wird thematisiert und könnte den gerade erst wieder in Gang gekommenen
Konjunkturmotor abwürgen. Dass die Ukraine angekündigt hat,
Stromlieferungen in die Slowakei, Ungarn und Rumänien für vier Wochen
zu stoppen, dürfte den Preisen weiteren Auftrieb geben.
"Zwar ist die Verdopplung der Preise für die kommenden Monate nicht
auszuschließen, aber angesichts der schwachen Weltkonjunktur wäre dies
nicht gerechtfertigt. Seitens der Industrie würde eine solche
Preisgestaltung auf Gegenwehr stoßen", verdeutlicht Michael Blumenroth,
Rohstoffhändler bei der Deutschen Bank. Große Mineralölriesen wie Royal Dutch Shell
hingegen warnen bereits vor einem stärkeren Preisdruck, falls die
Nachfrage ansteigt und die Investitionen weiterhin schwach bleiben.
Joachim H. Strähle, CEO der Bank Sarasin & Cie AG:
«Unsere hohe Wachstumsgeschwindigkeit der letzten beiden Jahre macht mich zuversichtlich, dass wir bei stabilen Märkten schon in der zweiten Jahreshälfte 2010 Kundenvermögen von mehr als CHF 100 Mia. verwalten werden. Vor diesem Hintergrund gilt unser Hauptaugenmerk im Geschäftsjahr 2010 nicht einer weiteren Beschleunigung unseres Wachstums, sondern einer nachhaltigen Verbesserung der Ertragslage.»
Christoph Ammann, Verwaltungsratspräsident der Bank Sarasin & Cie AG: «Unser risikoarmes Geschäftsmodell und eine konsequente Umsetzung unserer Wachstumsstrategie bildeten die Grundlage für ein erfreuliches Geschäftsjahr 2009. Die Mehrheitsaktionärin Rabobank mit ihrem Triple-A-Rating, unsere eigene Kapitalstärke und unsere nachhaltige Geschäftspolitik schaffen bei unseren Kunden und Aktionären grosses Vertrauen, ein unschätzbares Kapital in dieser von Unsicherheit geprägten Zeit.»
mehr..Serge Monnerat wird mit Wirkung ab 30. März neuer CEO der Bank am Bellevue. Jürg Schäppi, Gründungspartner der Bank am Bellevue, gibt diese Funktion nach zehn Jahren an "die nächste Generation" weiter. Serge Monnerat ist im Juni 2001 in die Bank eingetreten, wo er im Bereich Sales, als Head of Research und zuletzt Stellvertreter des CEO tätig war. Jürg Schäppi wird weiterhin vollzeitlich für die Bank arbeiten und sich, einem schon länger gehegten Wunsch entsprechend, wieder ausschliesslich auf die Kundenberatung konzentrieren.
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Suchmaschinenriese muss News-Corp-Inhalte bezahlen. Medienmogul Rupert Murdoch bereitet offenbar eine Klage gegen Google
vor. Laut einem Bericht des New York Magazine will Murdochs News Corp
den Suchmaschinenriesen rechtlich belangen, falls laufende Gespräche
über die Indexierung von Inhalten des Medienkonzerns scheitern. Murdoch
hat bereits vor einigen Monaten angekündigt, sämtlichen Content aus der
Google-Suche abzuziehen, sollte die News Corp dafür nicht entsprechende
Gebühren seitens Google erhalten.
Murdoch traue Google nicht über den Weg, wird ein Insider aus der
Medienbranche zitiert. Mit der Klage sei dann zu rechnen, wenn der
Internetkonzern sich weigert, Inhalte aus der Suche zu entfernen und
gleichzeitig nicht bereit ist, dafür zu zahlen. Google hat sich bislang
noch nicht öffentlich zu der im Raum stehenden Klage geäußert.
Herbert Scheidt, CEO Vontobel Group
Die traditionsreiche Privatbank Vontobel hat im abgelaufenen Geschäftsjahr den Vertrauensverlust der Kunden in den Bankensektor zu spüren bekommen. Wie das international orientierte Institut heute, Donnerstag, mitteilte, entwickelte sich der Neugeldzufluss deutlich unter den Erwartungen. Trotzdem verzeichnete die Bank dank eines starken Geschäfts in der Investmentsparte mit strukturierten Produkten ein Gewinnplus von 23 Prozent auf 138,9 Mio. Franken. Wie sich die verschärfte Debatte um das Bankgeheimnis und die Steuersünder-CD auf den Neukundenbereich auswirkt, wird sich erst zeigen.
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In diesem Jahr sind in den USA drei Prozent Wirtschaftswachstum möglich. Zu dieser Einschätzung kommt die Fondsgesellschaft Pioneer Investments in einem aktuellen Marktkommentar. „Die USA werden in diesem Jahr mit ihrem positiven Wachstum alle Welt überraschen“, sagt John Carey, Fondsmanager bei Pioneer Investments. Die Entwicklung auf dem US-Arbeitsmarkt spricht nach Ansicht von John Carey für einen Wachstumsschub in den USA: Vor allem der US-Arbeitsmarkt wende sich zum Positiven. So sei die Zahl der Erstmeldungen zur Arbeitslosigkeit stärker als erwartet gesunken, gleichzeitig sei die Zahl der neu abgeschlossenen befristeten Arbeitsverhältnisse gestiegen. „Beide Entwicklungen deuten typischerweise auf eine frühe Phase wirtschaftlicher Erholung hin“, erklärt Carey. Mit den erwarteten drei Prozent Wachstum beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) lägen die USA nach der Finanzkrise nur noch leicht unter dem langjährigen durchschnittlichen Wachstumswert.
Gießkannenprinzip und Verschuldungsgrad bereiten Sorgen
Die spätestens seit der Dubai-Krise schwer in Mitleidenschaft geratene Golf-Region muss nun auch noch die Verschuldung von Investmentunternehmen in Kuwait verkraften. Die Situation ist bereits so kritisch, dass Experten mit einem weiteren Abschwung rechnen. Die Ursache für die Befürchtungen ist, dass ein Großteil der Unternehmen ihre in großem Stil auf kurzfristigen Krediten basierenden Beteiligungen nicht länger problemlos refinanzieren können. Weil auch viele Fonds in Branchen wie Immobilien investiert haben, bahnen sich weitere Probleme an.
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Raymond J. Bär, Vorsitzender des Verwaltungsrates
Der Verwaltungsrat der Julius Bär Gruppe AG wird Claire Giraut, Chief Financial Officer von Ipsen, bei der Generalversammlung am 8. April 2010 zur Wahl in den Verwaltungsrat vorschlagen. Claire Giraut tritt die Nachfolge von Monika Ribar an, die sich nach Ablauf ihrer dritten Amtszeit nicht zur Wiederwahl stellt.
„Im Namen des Verwaltungsrates danke ich Monika Ribar herzlich für ihr herausragendes Engagement und ihre wertvollen Dienste für Julius Bär. Zugleich freue ich mich, dass wir mit Claire Giraut eine Person gefunden haben, die mit ihrem Know-how und ihrer Erfahrung das bereits sehr umfassende Finanzwissen des Verwaltungsrates weiter vermehrt und als Nachfolgerin von Monika Ribar grösstmögliche Kontinuität im Audit Comittee gewährleistet“, kommentiert Raymond J. Bär, Vorsitzender des Verwaltungsrates.
Die anhaltende Pannenserie beim weltgrößten Autokonzern Toyota hat sich zu einem Risikofaktor für die japanische Wirtschaft entwickelt. Aufgrund der Probleme des Herstellers rechnen Experten nicht nur mit einem milliardenschweren Schaden, den der Konzern selbst zu tragen hat. Darüber hinaus bringen die weltweiten Rückrufaktionen auch Japans Konjunktur unter Druck. Wie das Daiwa Institute of Research aufzeigt, könnte das Fiasko der japanischen Wirtschaft bis zu 600 Mrd. Yen (knapp fünf Mrd. Euro) kosten.
"Der Rückruf von mehreren Millionen Fahrzeugen hinterlässt bei Toyota einen Imageschaden, von dem sich das Unternehmen nur schwer erholen wird", meint ein Automarkt-Analyst. Der Konzern selbst stellt einen Rückgang des weltweiten Absatzes von Toyota-Modellen um rund 100.000 Einheiten in Aussicht. Das Daiwa Institute geht davon aus, dass die Pannenserie jedoch noch höhere Wellen schlagen und sich auch auf den Verkauf anderer japanischer Hersteller auswirken könnte.
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Roger Köppel, Chef-redaktor der Weltwoche
Chancen: Die Schweiz steht als Land überdurchschnittlich gut da. Wenn die Schweiz die Schweiz bleibt, sind ihre Aussichten hervorragend. Changes: Ich wünsche mir einen Bundesrat, der sich entschiedener hinter unser Land stellt.
«Wenn Sie alle Macht der Welt hätten, welchen «Change» würden Sie realisieren?»
Otto Ineichen, Unter-nehmer: "Ich würde der Ökologie oberste Priorität einräumen. Nur sie wird möglichst breit abgestützte Sicherheit für alle bringen."
Urs Egger, CEO, Swisscontact und Zürcher FDP-Stadt-ratskandidat: "Ich würde den Armen dieser Welt den Zugang zu Bildung, politischen Rechten und Märkten ermöglichen."
Hansueli Loosli, Coop-Chef: "Mit globaler Wirtschaftpolitik allen Erdbewohnern ein lebenswertes Leben ermöglichen."
Eric Syz, Gründungs-mitglied und General Manager der Bank Syz & Co. AG: "Hätte ich diese Macht, würde ich nicht viel verlangen. Lediglich, dass unsere Finanzindustrie im gleichen Masse die Unterstützung seitens der Behörden und der Medien erfährt, wie dies bei unseren Konkurrenten der Fall ist. Es ist interessant festzustellen, dass sich die angelsächsische Presse stets auf die Seite ihres Finanzplatzes schlägt, während wir einen gewissen Hang zur Selbstgeisselung pflegen. In der Schweiz gehört es zum guten Ton der Medien, systematisch die Banken zu kritisieren, während uns die öffentliche Meinung weitgehend wohlgesinnt ist."
Antoinette Hunziker-Ebneter, CEO, Gründ-ungspartnerin und Vizepräsidentin des Verwaltungsrats Forma Futura Invest AG in Zürich: "Ich würde ein nachhaltiges volks-wirtschaftliches System einführen mit neuen, sinnvollen Zielen für Wachstum, Wohlfahrt und Effektivität. Als neues Instrument würde ich zusammen mit der neuen Generation auf allen Kontinenten eine Betriebswirtschaftslehre entwickeln, welche ökonomische, ökologische und ethische Aspekte integriert."
Kaspar Schuler, Co-Geschäftsleiter von Greenpeace in der Schweiz:"Das sich die Menschen bei jeder grossen Frage zuerst ans Herz statt ans Portemonnaie greifen."
Martin Bisang, CEO, Bellevue Group AG: "Ich möchte die jungen Leute motivieren, in der heutigen Welt etwas Positives in Bewegung zu setzen, am liebsten natürlich, in dem sie Unternehmer werden."
Dr. Hans-Peter Fricker, CEO des WWF Schweiz. "Die sofortige, weltweite Umstellung auf einen Lebensstil, der allen Erdenbewohnern eine sichere Existenz, fernab von Hunger und Mangel, und der Erde als ganzer eine intakte Zukunft garantiert."
Paola Ghillani, Inhaberin, Paola Ghillani & Friends AG: "Ich würde ein wirtschaftliches Modell umsetzen, welches allen Menschen dient. Die entscheidende Frage ist: welche «Art von Menschheit» wollen wir? Welches ist unser Daseinsgrund? Es sollte der Sinn unseres Lebens sein, die Entwicklung der Menschheit in Frieden und Harmonie zu erlauben und aktiv zu fördern."
Urs Winkler, CEO, World Vision Schweiz: "Ich würde die Herzenshaltung der Menschen verändern, so dass nicht mehr Egoismus und Habgier dominieren, sondern wichtige christliche Werte wie Nächstenliebe, Versöhnung und Gerechtigkeit voll zum Tragen kommen. Damit hätten wir eine Welt, in der Frieden herrscht und alle Menschen ein Leben in Würde führen können."
Dr. Pierin Vincenz, CEO der Raiffeisen Group: "Ich würde versuchen, einer wertorientierten Führung stärker zum Durchbruch zu verhelfen: durch motivierte Verantwortungsträger und nicht durch zusätzliche Gesetze."
Otto Ineichen, Unternehmer und Nationalrat: "Ich würde der Ökologie oberste Priorität einräumen. Nur sie wird möglichst breit abgestützte Sicherheit für alle bringen."
Doris Fiala-Goldiger, PR-Beraterin und Nationalrätin: "Wenn ich alle Macht der Welt hätte, würde ich ganz sicher versuchen, die unglaublich schwierige Situation in den Subsahara-Staaten zu verbessern. Diese Länder leiden unter zahlreichen bewaffneten Konflikten, Wasser-knappheiten sowie einer immer grösseren Armut. Aufgrund dessen findet eine zunehmende Völkerwanderung statt. Wir müssen mit friedensfördernden und stabilisierenden Massnahmen dafür sorgen, dass sich die Situation in diesen Ländern entspannt, indem wir uns etwa für eine bessere Governance und gegen Korruption einsetzen. Wenn uns das nicht gelingt, wird das auch für Europa Konsequenzen haben."
Jürg Bucher, CEO, PostFinance sowie Mitglied der Konzern-leitung der Schwei-zerischen Post. "Die Welt steht vor der riesigen Herausfor-derung, für eine nachhaltige Entwicklung zu sorgen, die den nächsten Generationen gute Lebensqualität bietet."
Dr. Fleur Platow ist Finanzkolumnistin: "Ich würde den Prozess der sich wieder öffnende Schere zwischen Arm und Reich auf dieser Welt revidieren. Denn soviel ist gewiss: Die Finanzkrise zeigt ihre Spuren insbesondere in den Elendsvierteln der Schwellenländer – aber nicht nur dort."
Yves Mirabaud, Partner, Mirabaud & Co, Genf: "Natürlich würde ich gerne mehrere «Changes» realisieren. Aber um hier nur einen «Change» zu nennen: Ich wünschte, dass die Privatsphäre garantiert wird. Die Terroranschläge und die Finanzkrise haben den Staaten einen fantastischen Vorwand geliefert, das Leben ihrer Mitbürger zunehmend zu kontrollieren. Das weckt in mir nicht nur schöne Erinnerungen. Das soll allerdings selbstverständlich nicht heissen, dass für die Umgehung der gesetzlichen Normen unseres Wohnsitzlandes ein Freischein ausgegeben werden soll."
Maya Onken, Schulleiterin und Autorin: "Ich würde gerne einmal die herrschenden, von Männern geprägten Machtverhältnisse auf-heben und die Frauen an die Macht kommen lassen. Es würde mich interessieren, was passiert, wenn die Männer zwei Drittel der Weltarbeit leisten, dafür lediglich zehn Prozent vom Gesamtlohn erhalten und nur noch ein Prozent vom Weltvermögen in den Händen halten."

Barack Obamas Slogan lautet: «Change – Yes We Can!» Wie lautet Ihr Slogan?
Renate Schwob, Leiterin Finanzmarkt Schweiz und Mitglied der Geschäftsleitung der Schweizerischen Bankiervereinigung: "Können allein genügt nicht. Es braucht zusätzlich den Willen und die
Bereitschaft, etwas zu tun. In diesem Sinne möchte ich sagen: Yes, we
can, we will and we shall..."
Klaus J. Stöhlker, PR Berater und Autor: "Simply the best."
Daniel Jositsch, SP-Nationalrat und Professor für Strafrecht: "Ich setze mich ein für einen starken, sozialen und ökologischen Kanton Zürich."
Joachim H. Strähle, CEO, Bank Sarasin & Cie AG: "Um das durch die Finanzkrise verlorene Vertrauen der Marktteilnehmer
wieder zurückzugewinnen, müssen wir als Bank Verlässlichkeit und
Qualität garantieren. Entscheidend sind in unserem Business die
Rückbesinnung auf alte Werte wie Kundenorientierung, die Ausrichtung
auf ein effizientes Geschäftsmodell sowie die Definition eines klaren
Leistungskatalogs. Meine Devise lautet hier: „Nur das tun und anbieten,
was wir wirklich gut können.“ Ich bin entsprechend überzeugt, dass der
Markt die von der Bank Sarasin fokussierte Geschäftsstrategie
honoriert. Wir setzen damit nicht auf kurzfristige Gewinnmaximierung,
sondern auf Nachhaltigkeit und Beständigkeit – zwei sehr verlässliche
Werte."
Urs Meier, Unternehmer und Fussballexperte: "Solange es ein Besser gibt, ist gut nicht gut genug."
Natalie Rickli, Nationalrätin: "Für eine selbstbewusste Schweiz."