Marktkommentar: Wechselkurse in Bewegung
Dr. Thomas Steinemann
Chefstratege der Vontobel-Gruppe
Angesichts der steigenden globalen Ungleichgewichte und der Schwere der globalen Finanzkrise haben sich die wichtigsten Wechselkurse während der vergangenen zwei Jahre erstaunlich wenig bewegt. Gründe für starke Wechselkursverschiebungen gäbe es indes genug. So steigt laufend der Druck auf China, seine Währung aufzuwerten. Der ununterbrochene Wirtschaftsboom im Reich der Mitte - zuletzt wuchs Chinas Wirtschaft um über 10% - hätte unter marktwirtschaftlichen Bedingungen zweifelsfrei schon längst zu einer Aufwertung des Yuan geführt.
Schätzungen gehen davon aus, dass ein angemessener Wechselkurs zu einer Aufwertung des Yuan beziehungsweise einer Abwertung des Euro und des US-Dollar um mindestens 50% führen müsste. Zum andern zeichnet sich eine massive Zunahme der Schulden der entwickelten Länder - insbesondere der USA - ab, während die Schwellenländer weder hohe Schulden haben noch mit einer Zunahme derselben während der nächsten Jahre rechnen müssen. Dieser Umstand hätte bereits heute einen deutlich schwächeren US-Dollar vermuten lassen als er tatsächlich ist. Wir haben es im Gegenteil in diesem Jahr sogar mit einem steigenden US-Dollarkurs sowohl zum Schweizer Franken als auch Euro zu tun. Bei genauerer Betrachtung stellt sich allerdings heraus, dass es sich vielmehr um eine Euro-Schwäche als um eine US-Dollar Stärke handelt.
mehr..UBS mit Gewinn von CHF 1 205 Millionen im 4. Quartal
CEO Oswald J. Grübel kommentiert die Ergebnisse des 4. Quartals wie folgt: «Anfang 2009 war die Krise auf ihrem Höhepunkt. Ende letztes Jahr ist UBS in die Gewinnzone zurückgekehrt und hat damit eines ihrer prioritären Ziele erreicht. Wir haben die Transformation von UBS mit Entschlossenheit vorangetrieben, und die Bank ist heute fokussiert, effizient und robust. Wir erwarten, dass mit der Rückkehr zur Profitabilität auch das Kundenvertrauen und unsere Reputation wieder steigen.»
UBS weist für das 4. Quartal einen den UBS-Aktionären zurechenbaren Reingewinn von CHF 1 205 Millionen aus. Der Vorsteuergewinn von Wealth Management & Swiss Bank stieg um 40% von CHF 792 Millionen auf CHF 1 109 Millionen, hauptsächlich aufgrund des tieferen Personalaufwands und anderen, damit zusammenhängenden Kostensparmassnahmen. Die Erträge blieben gegenüber dem 3. Quartal praktisch unverändert.
mehr..Job Change: Marco Bacchetta wird neuer Leiter Sales bei Vontobel
Per August 2010 wird Marco Bacchetta (48) die Verantwortung für die Sales-Aktvitäten im Brokerage der Vontobel-Gruppe übernehmen. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Schweizer Aktienmarkt und war zuletzt Mitglied der Geschäftsleitung der NZB und Leiter Equity Sales.
"Mit Marco Bacchetta konnten wir einen ausgewiesenen und anerkannten Experten des Schweizer Aktienmarktes für diese anspruchsvolle Führungsaufgabe gewinnen. Ich bin überzeugt, dass er für zusätzliche Impulse im Brokerage sorgen wird und wir unsere führende Position im Brokerage-Geschäft mit Schweizer Aktien festigen können", so Roger Studer, Leiter Investment Banking bei der Vontobel-Gruppe. Eugen Brenner, der über die letzten Jahre sowohl das Brokerage mit den Sparten Sales und Research als auch das Geschäft mit den Unabhängigen Vermögensverwalter (EAM) erfolgreich leitete, hat sich vor einiger Zeit entschieden, einen Teil seiner Führungsverantwortung abzugeben. Er wird sein umfassendes Fachwissen und sein etabliertes Beziehungsnetz der Vontobel-Gruppe in verschiedenen Bereichen, unter anderem im EAM-Geschäft, weiterhin zur Verfügung stellen.
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1947 begann Wilhelm Schmidlin in Oberarth (SZ) Badewannen anzufertigen. In der dritten Generation wird in der einzigen Schweizer Stahlbadewannenfabrik heute die Hälfte aller in der Schweiz installierten Bade- und Duschwannen aus Stahl hergestellt, emailliert und an den Sanitär-Fachhandel ausgeliefert. Seit 2007 sind die Brüder Urs und Beat Wullschleger Geschäftsführer des erfolgreichen Familienbetriebs.
change.ch im Gespräch mit Beat Wullschleger, einem der Geschäftsführer der Wilhelm Schmidlin AG.
mehr..Unter den Emerging Markets gewinnen die Türkei und Russland für Anleger zunehmend an Attraktivität. Zu dieser Einschätzung kommt die Fondsgesellschaft Pioneer Investments in einem aktuellen Marktkommentar. „Der türkische Banken- und Konsumbereich bietet Investoren gute Aussichten“, erklärt Marcin Fiejka, Manager des Pioneer Funds – Emerging Europe and Mediterranean Equity. „Die türkischen Banken werden über einen längeren Zeitraum eine wesentlich höhere Eigenkapitalrendite und ein stärkeres Kreditgeschäft verbuchen, als viele erwarten“, so Fiejka. Im Dezember 2009 hatte die türkische Zentralbank den Leitzins auf historisch niedrige 6,5 Prozent gesenkt. „Das macht die von den Banken angebotenen Kredite für mehr Menschen erschwinglich, was zu einem höheren Kreditvolumen führen dürfte, ohne aber gleichzeitig die Margen der Institute deutlich zu verschlechtern“, so Fiejka.
mehr..Zufall oder fein abgestimmt? Das ist die Frage zu den gestrigen Ereignissen rund um die Banken. Obama möchte die amerikanischen Banken an die Kandare legen. Dieser Versuch ist politisch legitim, strukturpolitisch vielfach vertretbar, aber mit der Konsequenz: Eine Kastration der amerikanischen Investmentbanken bedeutet eine wesentliche Schwächung wirtschaftlicher Dynamik. Ein sozialdemokratisch denkender Präsident sieht darin eine Möglichkeit, sich darin zu profilieren. Das Ergebnis halten wir für völlig offen, denn:
mehr..Der Flughafen Zürich hat erneut den Business Traveller Award als bester Umsteige-Flughafen Europas erhalten. In der Gesamtwertung "Beste Flughäfen weltweit" verbesserte sich der Flughafen Zürich um einen Rang auf Platz 2.
mehr..Aufgrund des höheren Buchungsvolumens beendet Kuoni Schweiz die Kurzarbeit per Ende Januar 2010. Die Arbeitszeitreduktion wurde am 1. September 2009 eingeführt. Rund 900 Mitarbeitende waren davon betroffen.
mehr..Kostenloser Zugriff wird stark eingeschränkt!
Die New York Times plant nun ebenfalls die
Einführung von Online-Bezahlinhalten. Wie US-Medien berichten, bereitet
die US-Zeitung derzeit alles vor, um die Leser künftig für einen
Großteil des Online-Angebots zur Kasse zu bitten. Eine offizielle
Ankündigung seitens der New York Times wird in den kommenden Wochen
erwartet. Vorgesehen ist offenbar, eine begrenzte Zahl von Artikeln
frei zugänglich zu machen und ab dem Überschreiten eines bestimmten
Limits die Nutzer zum Bezahlabo aufzufordern.
Die Weltwirtschaft wird sich im neuen Jahr weiter erholen. Diese Meinung vertritt Jürgen Rauhaus, Leiter des Investmentteams bei Pioneer Investments Deutschland. Er erwartet, dass das Bruttoinlandprodukt in Europa 2010 um 1,5 Prozent und in den USA um 2,4 Prozent steigen wird. Investoren sollten sich aber keinesfalls entspannt zurücklehnen. „Für die Realwirtschaft beginnt die erste Phase nach der Rezession. An den Finanzmärkten hingegen startet bereits Phase zwei. Das bedeutet: Nachdem es 2009 noch relativ einfach war, Kursgewinne zu erzielen, wird 2010 das Jahr der Stockpicker“, sagt Rauhaus. Er rechnet damit, dass die Regierungen einige ihrer Hilfsmassnahmen beenden werden und dies die Rally bei zyklischen Assets verlangsamen könnte. „Die Herausforderung für die öffentliche Hand besteht darin, diesen Rückzug möglichst behutsam zu gestalten. Denn sollten die Staaten ihre Massnahmen zu schnell beenden und dem Markt somit zu viel Liquidität entziehen, sind nach wie vor Kurskorrekturen möglich", so der Investmentexperte.
mehr..Auch wenn einige führende westliche Wirtschaften wie insbesondere Frankreich und Deutschland die Rezession überwunden haben, dürfte die Konjunkturerholung in den meisten Industrieländern 2010 nur langsam vorankommen. Die Verschuldung der Unternehmen und auch der Privathaushalte stellt in den USA und in Kontinentaleuropa ein grosses Problem dar. Diese hohe Schuldenlast dämpft die Nachfrage, sodass sich das Wirtschaftswachstum erst nach Zurückführung der Verschuldung erholen wird.
mehr..Saxo Bank hat ihre alljährlichen „Outrageous Predictions“ veröffentlicht. In diesem Jahr prophezeit sie eine Abwertung des chinesischen Yuan Renminbi (CNY), die Entstehung einer dritten politischen Partei in den USA, einen Preiseinbruch bei Zucker, eine erstmals seit der Ölkrise von 1975 positive US‐Handelsbilanz sowie den Bankrott des amerikanischen Social Security Trust Fund.
mehr..Nahezu 200 Kunden, Behördenvertreter und auch Medien kamen auf Einladung der Grass & Partner AG, dem wohl bekanntesten Outplacement/Bestplacement-Unternehmen in der Deutschschweiz, zum Dolder Grand Hotel hoch über Zürich, um von prominenter Seite Meinungen, Anregungen und Antworten auf die gegenwärtige Wirtschaftslage...
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Fotogalerie: Impressionen der vom Bank Kader Verein organisierten Veranstaltung zum Thema «Der Finanzplatz Liechtenstein - Herausforderungen und mögliche zukünftige Szenarien» Referent: Michael C. Lauber Aufsichtsrats-vorsitzender der Finanzmarktaufsicht in Liechtenstein.
Wolfgang Schäuble, Bundesfinanzminister: «Das Banken-geheimnis darf im 21. Jahrhundert kein Instrument mehr sein, das von Staats wegen die Steuerhinterziehung ermöglicht», sagte Schäuble der «Süddeutschen Zeitung». Das Nachbarland müsse trotz aller Staatstraditionen Daten über Steuerhinterzieher herausgeben. «Die Schweiz wird ihr Bankengeheimnis lockern», sagte Schäuble.
Barbara Artmann ist Besitzerin und CEO der Aargauer Schuhfirma Künzli Swiss Schuh AG
Welche Changes wünschen Sie sich für die nächsten Jahre?
Politisch
wünsche ich mir, dass sich die Parteien auf sachpolitische Fragen
konzentrieren und sich nicht in gegenseitigem Parteiengezänk verlieren.
Wirtschaftlich
wünsche ich mir eine neue soziale, global nachhaltige Marktwirtschaft,
die sich nicht nur am Shareholder-Value orientiert. Auch müssen die
Banken aus der vergangenen Krise lernen und Regeln für ein vernünftiges
Banking aufstellen. Leider bin ich nicht sehr optimistisch, was die
Lernfähigkeit der Banker anbelangt.
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Roger Köppel, Chefredaktor der Weltwoche
Chancen: Die Schweiz steht als Land überdurchschnittlich gut da. Wenn die Schweiz die Schweiz bleibt, sind ihre Aussichten hervorragend. Changes: Ich wünsche mir einen Bundesrat, der sich entschiedener hinter unser Land stellt.
«Wenn Sie alle Macht der Welt hätten, welchen «Change» würden Sie realisieren?
Otto Ineichen, Unter-nehmer: "Ich würde der Ökologie oberste Priorität
einräumen. Nur sie wird möglichst breit abgestützte Sicherheit für alle
bringen."
Jeremy Rifkin, US-amerikanischer Soziologe, Ökonom, Publizist sowie Gründer und Vorsitzender der Foundation on Economic Trends: "Menschen sind von Natur aus nicht aggressiv und egoistisch, sondern empathisch, also mitfühlend, so Rifkins kontroverse These. Um globale Herausforderungen wie Wirtschaftskrise oder Klimawandel zu bewältigen, brauchen wir ein neues Denken und ein verändertes Menschenbild auf der Grundlage der Empathie. Das heisst, wir müssen unsere wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Modelle ändern, um die Erde zu retten." Rifkin gehört zu den 150 einflussreichsten Intellektuellen der USA. Event-Tipp: Rifkin im Gottlieb Duttweiler Institute
Boris Cufar wird neuer Chief Executive Officer der Plenum Life AG in
Liechtenstein. Cufar ist derzeit Mitglied der Geschäftsleitung und wird
in diesem Monat die Nachfolge von Nico Rischmann antreten, der in den
Verwaltungsrat der Plenum Life AG wechselt.
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