Griechische Tragödie und Euro: Differenzierung ist angesagt
Dr. Thomas Steinemann
Chefstratege der Vontobel-Gruppe
Die Bilanz der Aktienmärkte in diesem Jahr fällt bis jetzt gemischt aus. Gemessen am Welt-Aktienindex von Morgan Stanley sind die Aktien in diesem Jahr bisher seitwärts gelaufen, obwohl die Berichtsaison der Unternehmensgewinne sehr gut verlief und sowohl der Gewinn als auch der Umsatz bei den meisten Unternehmen positiv überraschten. Allerdings sind die regionalen Unterscheide aufschlussreich. So hat bei den entwickelten Ländern der Schweizer Aktienmarkt die Nase vorn mit einer positiven Performance in diesem Jahr, während Europa und Asien im Minus liegen. Ein Cocktail schlechter Nachrichten verdarb den Anlegern die Freude an den guten Unternehmensergebnissen. Hierzu gehörten die Bremsmanöver der chinesischen Notenbank zur Beruhigung des ausgesprochen dynamischen Wirtschaftswachstums und die unklare Situation über das weitere Vorgehen in der «Sache Griechenland» und damit Fragen zum Euro. Differenzierung ist nun angesagt. Die Massnahmen der chinesischen Behörden zur Begrenzung des Kreditwachstums sind eindeutig zu begrüssen, denn die Überhitzungserscheinungen in China haben zugenommen. Die Massnahmen - ob sie ausreichen, wird sich weisen - zu einer gesunden Bremsung sind grundsätzlich nachhaltig und sind nicht Ausdruck einer kurzfristigen Maximierung der Wirtschaftsleistung. Sie sind deshalb positiv für China und die Finanzmärkte. Es ist nicht wirklich einleuchtend, warum sich die globalen Investoren nachhaltig aus den Emerging Markets verabschieden sollen, nur weil ein «Schwindler» den Euro in Bedrängnis bringt. Die Emerging Markets sind die einzig übriggebliebene Region, welche in den kommenden Jahren substantiell wachsen wird und in welcher die meisten Länder notabene kaum verschuldet sind.
mehr..Der Schweizer Immobilienmarkt im Jahr der Bewährung
Die Schweiz hat die Lehren aus der Immobilienkrise der Neunzigerjahre gezogen. Die Immobilienmärkte präsentieren sich deshalb trotz der schwierigen Wirtschaftslage auch 2010 recht stabil. Besonders die Wohnimmobilienmärkte können sich dank intaktem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage der Krise weiterhin entziehen. Schwieriger wird es für den zu ausgeprägten Zyklen neigenden Büroflächenmarkt. Der weiterhin schwachen Nachfrage steht eine hohe Flächenausweitung gegenüber. Ein Überangebot, das sich auf die Leerstände und letztlich auch auf die Mietpreise auswirken wird, ist die Folge, wie die Ökonomen der Credit Suisse prognostizieren. Im Verkaufsflächenmarkt intensiviert sich aufgrund der schwachen Umsatzentwicklung im Detailhandel sowie gesellschaftlicher Veränderungen die Strukturbereinigung, die auf Kosten von Kleinformaten und spezifischen Bereichen im Fachhandel geht. In diesem Marktumfeld trennt die Lage noch schärfer als sonst zwischen Gewinnern und Verlierern.
mehr..Online-Werbung soll Print 2010 erstmals überholen
Prognose: 32,5 Prozent der Investitionen fließen in digitale Kampagnen. In diesem Jahr soll Online-Werbung erstmals Print überholen. Laut einer
aktuellen US-Erhebung von Outsell werden die
Werbetreibenden 2010 mehr in digitale Kampagnen investieren als in
gedruckte Medien. Von insgesamt 368 Mrd. Dollar sollen nach der
Prognose 32,5 Prozent in die Online-Werbung fließen und nur 30,3
Prozent in Print.
Die Studie untersuchte das Investitionsverhalten von über 1.000
Werbetreibenden im Dezember 2009, berichtet das Wired Magazine. Demnach
sollen die Online-Werbeinvestitionen in diesem Jahr um 9,6 Prozent
steigen. Insgesamt soll der Bereich Marketing und Werbung ebenfalls
zulegen - allerdings nur um 1,2 Prozent. Selbst für angeschlagene
Printmedien wie den Zeitschriften erwartet Outsell ein Plus von 1,9
Prozent bei den Werbespendings.
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Real Madrid ist zum fünften Mal in Folge der umsatzstärkste Fussballclub der Welt. Die Königlichen durchbrechen zudem als erster Club die magische 400-Mio.-Euro-Schallmauer. Das geht aus der neusten Ausgabe der Football Money League von Deloitte hervor. Der Report listet die 20 grössten Fussballclubs der Welt gemessen an ihrem Umsatzvolumen auf. Real führt die jährlich erscheinende Rangliste mit 401,4 Mio. Euro vor dem Ligarivalen FC Barcelona (365,9 Mio. Euro) für 2008/09 an. Durch eine der erfolgreichsten Spielzeiten in der Vereinsgeschichte verdrängten die Katalanen Manchester United vom zweiten auf den dritten Rang (327,0 Mio. Euro). Der deutsche Rekordmeister FC Bayern München verteidigt seinen vierten Platz mit einem Gesamtumsatz von 289,5 Mio. Euro und bleibt der umsatzstärkste Bundesliga-Vertreter 2008/09.
mehr..Da Investitionen in Öl- und Gasfelder zurückgehen und die Erschließung immense Ausgaben verursacht, gehen Experten für 2011 von einem neuen Ölpreishoch aus. Selbst die gefürchtete 150 Dollar-Marke pro Barrel Öl wird thematisiert und könnte den gerade erst wieder in Gang gekommenen Konjunkturmotor abwürgen. Dass die Ukraine angekündigt hat, Stromlieferungen in die Slowakei, Ungarn und Rumänien für vier Wochen zu stoppen, dürfte den Preisen weiteren Auftrieb geben.
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Olivier Laube, Immobilien Channel Manager, change.ch GmbH
Die Vermarktung von Luxus-Immobilien ist eine "Königsdisziplin". Diskretion, richtig ausgewählte Zielgruppenansprache, professionelle Präsentation der Wohnobjekte – diese und andere Punkte müssen im Vermarktungsprozess berücksichtigt werden. change.ch ist daran, den Immobilien-Channel neu auszurichten – mit Videobotschaften, Interviews, redaktionellen Beiträgen, Bildgalerien und News aus der Immobilien-Welt. Dabei möchten wir uns exklusiv auf sechs Immobilienfirmen aus dem Luxus-Segment beschränken. Bei der Auswahl der Firmen werden wir den verschiedenen Wohnregionen in der Schweiz gerecht werden.
Zum wiederholten Mal ist die Debatte um das Bankgeheimnis aufgeflammt. Seit Berlin sich für den Kauf einer CD mit Daten von deutschen Steuersündern entschieden hat, steht das Thema abermals auf der tagespolitischen Agenda. Eine "Kriegserklärung" und eine "moderne Form des Banküberfalls" sei der Versuch, das Bankgeheimnis ins Wanken zu bringen, schäumen Schweizer Konservative und Rechtspopulisten. "Lüge" und "Mythos" mache die Schweiz attraktiv für kriminelle Transaktionen, kontert die Gegenseite. Dabei scheint die Diskussion längst überholt.
mehr..Die chinesische Wirtschaft baut ihre Führungsrolle in der Weltwirtschaft weiter aus und wird bis zum Jahr 2030 die USA als grösste Volkswirtschaft der Welt ablösen. Diese Ansicht vertritt die Fondsgesellschaft Pioneer Investments in einem aktuellen Marktkommentar. „Die vergangenen Jahre haben gezeigt, welche Dynamik und welches Potenzial in Chinas Wirtschaft stecken; besonders auch in der Krise. Dieser Trend wird sich weiter verstärken“, kommentiert John Pollen, Fondsmanager des Pioneer Funds – Emerging Markets Equity, den Aufstieg des Landes.
mehr..1947 begann Wilhelm Schmidlin in Oberarth (SZ) Badewannen anzufertigen. In der dritten Generation wird in der einzigen Schweizer Stahlbadewannenfabrik heute die Hälfte aller in der Schweiz installierten Bade- und Duschwannen aus Stahl hergestellt, emailliert und an den Sanitär-Fachhandel ausgeliefert. Seit 2007 sind die Brüder Urs und Beat Wullschleger Geschäftsführer des erfolgreichen Familienbetriebs.
change.ch im Gespräch mit Beat Wullschleger, einem der Geschäftsführer der Wilhelm Schmidlin AG.
mehr..Die Weltwirtschaft wird sich im neuen Jahr weiter erholen. Diese Meinung vertritt Jürgen Rauhaus, Leiter des Investmentteams bei Pioneer Investments Deutschland. Er erwartet, dass das Bruttoinlandprodukt in Europa 2010 um 1,5 Prozent und in den USA um 2,4 Prozent steigen wird. Investoren sollten sich aber keinesfalls entspannt zurücklehnen. „Für die Realwirtschaft beginnt die erste Phase nach der Rezession. An den Finanzmärkten hingegen startet bereits Phase zwei. Das bedeutet: Nachdem es 2009 noch relativ einfach war, Kursgewinne zu erzielen, wird 2010 das Jahr der Stockpicker“, sagt Rauhaus. Er rechnet damit, dass die Regierungen einige ihrer Hilfsmassnahmen beenden werden und dies die Rally bei zyklischen Assets verlangsamen könnte. „Die Herausforderung für die öffentliche Hand besteht darin, diesen Rückzug möglichst behutsam zu gestalten. Denn sollten die Staaten ihre Massnahmen zu schnell beenden und dem Markt somit zu viel Liquidität entziehen, sind nach wie vor Kurskorrekturen möglich", so der Investmentexperte.
mehr..Nahezu 200 Kunden, Behördenvertreter und auch Medien kamen auf Einladung der Grass & Partner AG, dem wohl bekanntesten Outplacement/Bestplacement-Unternehmen in der Deutschschweiz, zum Dolder Grand Hotel hoch über Zürich, um von prominenter Seite Meinungen, Anregungen und Antworten auf die gegenwärtige Wirtschaftslage...
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Josef Ackermann: «Ich persönlich als Bürger finde, dass man gestohlene Daten von einem anderen Staat nicht erwerben solle», sagte der Schweizer gegenüber der deutschen Tageszeitung «Die Welt». Andererseits sollte die Schweiz alles tun, um in der Frage des Bankgeheimnisses Fortschritte zu erzielen, damit in Zukunft solche Steuerthemen nicht mehr entstünden, sagte Ackermann weiter.
Artmann: «Es gilt, die Schweizer Wirtschaft selbstbewusst und eigenständig im globalen Markt zu positionieren.» Barbara Artmann
ist Besitzerin und CEO der Aargauer Schuhfirma Künzli Swiss Schuh AG.
Sie ist Swiss-Award-Gewinnerin 2009 im Bereich Wirtschaft. Am
diesjährigen Alpensymposium trat Barbara Artmann als Referentin
auftreten. change.ch befragte sie zu aktuellen Schweizer «Changes» und
«Challenges».
Martin Spieler wird Chefredaktor der "SonntagsZeitung". Im Rennen um die Nachfolge von Andreas Durisch konnte sich Martin Spieler durchsetzen. Wie Tamedia heute offiziell mitteilt, wird Spieler, der seit 2004 die "Handelszeitung" leitet, im Sommer die Chefredaktion der "SonntagsZeitung" übernehmen.