Beruflicher Traum: Selbständigkeit
"Es macht uns grosse Freude, nach unserem eigenen „Masterplan“ entscheiden und handeln zu können."
Die jüngere Schwester, Noëlle Vieillard-Jordi , hat die Hotelfachschule Lausanne absolviert und liess sich dann am Gemmological Institute of America (GIA) in New York zur Gemmologin G.G., A.J.P. ausbilden. Danach sammelte sie während mehreren Jahren Berufserfahrung im Schmuck- und Diamantenhandel (u.a. bei Christie’s in Genf). Annick Jordi hat in Paris und in New York am Fashion Institute of Technology (F.I.T) Design und Marketing sowie in Genf politische Wissenschaften studiert. Dieses vereinte Know-how der Schwestern ist das Fundament von Bahina Jewels.
change.ch sprach mit den zwei Jungunternehmerinnen über die Chancen und Risiken der Selbständigkeit.
|
|||
Sie haben sich vor 2 Jahren mit Bahina Jewels selbständig gemacht. Würden Sie diesen Schritt heute nochmals wagen?
Für uns waren die ersten zwei Jahre sehr positiv und von Wachstum geprägt. Da
wir in einem Nischenmarkt tätig und noch relativ klein sind, waren wir
von den Turbulenzen an den Finanzmärkten nicht tangiert. Es ist eher
das Gegenteil der Fall, denn unser 18 Karat Goldschmuck vermittelt
Lebensfreude und bewegt sich in einer Preislage, die eine attraktive
Alternative zu sehr teurem Schmuck bietet.
Wenn wir von Anfang an gewusst hätten, was alles auf uns zukommt, dann hätten wir den Schritt in die Selbständigkeit wahrscheinlich nie gewagt. Zum Glück kamen die jeweiligen Herausforderungen häppchenweise auf uns zu und wir konnten zwischendurch immer wieder mal Luft holen. Die Selbständigkeit erleben wir insgesamt als sehr erfüllend und motivierend. Es macht uns grosse Freude, nach unserem eigenen „Masterplan“ entscheiden und handeln zu können. Als Schwestern ergänzen wir uns sehr gut, weil unsere Stärken in unterschiedlichen Bereichen liegen.
Nennen Sie uns das Geheimnis Ihres Erfolges.
Die Tatsache, dass wir mit Leib und Seele und viel Leidenschaft hinter Bahina Jewels stehen ist sicher ein Erfolgsfaktor. Jedes unserer Schmuckstücke hat eine eigene Geschichte zu erzählen – das schätzen unsere Kunden sehr, da Bahina Jewels ihre Persönlichkeit und Individualität unterstreichen. Wir kreieren und verkaufen ausschliesslich Schmuck, den wir auch selbst mit Freude tragen würden. Es ist für uns unvorstellbar Produkte einzig des Gewinns wegen zu verkaufen. Bahina Jewels tragen unseren Namen und unser Gütesiegel: da liegen keine halben Sachen drin.
Welche Eigenschaften sollten Entrepreneure in Ihrem Business besitzen?
Als Frauen mussten wir uns vor allem bei unseren Geschäftspartnern in Indien Respekt verschaffen, weil es sich doch immer noch um eine ziemlich „männerlastige“ Domäne handelt. Heute pflegen wir sehr gute und oft auch persönliche Beziehungen mit unseren Produzenten und Lieferanten, was sehr erfüllend und bereichernd ist. Es hat sich ausbezahlt, dass wir freundlich im Umgang, aber hart in der Sache geblieben sind. Nebst dem Durchsetzungsvermögen ist auch das Durchhaltevermögen immer wieder gefragt. Das schöne bei uns ist, dass wir uns als Schwestern immer wieder gegenseitig motivieren können, wenn die Eine mal kurz vor dem Tiefpunkt steht.
Wo liegen die Chancen und Risiken?
Als grosse Chance sehen wir die zunehmende Unabhängigkeit der Frauen. Sie verdienen nicht nur ihr eigenes Geld sondern geben dieses auch aus und leisten sich etwas Persönliches. Wir beobachten vermehrt ein wachsendes Qualitätsbewusstsein: Kundinnen sind heute nicht mehr bereit, für schlechte Qualität viel Geld auszugeben und schätzen es deshalb besonders, dass sie bei uns nicht nur individuelles Design sondern auch sehr gute Qualität zu vernünftigen Preisen erhalten.
Als unser grösstes Risiko würden wir die Gefahr bezeichnen, dass wir uns mit zu vielen neuen Kreationen verzetteln könnten, weil wir nur so sprudeln vor neuen Ideen. Obwohl wir verschiedene Kollektionen anbieten, ist es uns wichtig, dass diese in sich konsistent bleiben und auch mit Schmuckstücken aus anderen Linien kombinierbar sind. Wir müssen uns deshalb immer wieder selbst hinterfragen und fokussiert bleiben. In den zwei Jahren seit unserer Gründung haben wir uns aber ein stabiles Fundament erbaut und blicken deshalb mit viel Vertrauen und Zuversicht in die Zukunft.
Robert Hayes von der Harvard Business School hat gesagt: “15 years ago, companies competed on price. Today it’s quality. Tomorrow it’s design.” Welche Rolle spielt das Design bei Bahina Jewels?
Design steht bei Bahina Jewels sicher im Vordergrund. Wir orientieren uns an der Modebranche und entwerfen zwei neue Kollektionen pro Jahr – eine im Frühling und eine im Herbst. Unser Schmuck soll und darf wie ein Modeaccessoire getragen werden. Genau das macht unser Business so spannend! Wir schätzen uns glücklich, dass wir uns ständig weiterentwickeln und immer wieder neu erfinden dürfen. Obwohl wir uns von unserer Konkurrenz primär übers Design differenzieren, heisst dies nicht, dass gute Preise und Qualität sekundär wären. Vielmehr bedeutet es, dass diese beiden Anforderungen sowieso erfüllt sein müssen. In diesem Sinne sind wir ganz auf der Linie von Robert Hayes.
Seit kurzem ist Barack Obama im Amt. Welchen Impact wird uns dieser change bringen?
Wir verbinden mit der Wahl von Barack Obama primär ein Bekenntnis zu mehr Optimismus und Toleranz. Neu werden Themen angesprochen und Probleme angegangen, die bis anhin tabuisiert oder verneint wurden. Aus unserer Sicht sind das sehr positive und progressive Entwicklungen.
Barack Obamas Slogan lautet: „Change – Yes we can!“ Wie lautet Ihr persönliches Motto?
„Think pink“! Egal, was auf uns zukommt: wir versuchen, Probleme als Chancen zu nutzen und das Beste daraus zu machen.
Wir leben in einer sehr dynamischen Zeit. Womit bringen Sie den Begriff change in Verbindung?
Change bringen wir mit Umdenken in Verbindung, mit dem Streben nach einer nachhaltigen Verbesserung der aktuellen Situation. Wir beobachten, dass alte Gewohnheiten hinterfragt werden und sich die Menschen neuen Entwicklungen gegenüber öffnen. Ein Beispiel ist der Umweltschutz: anstatt nur davon zu reden, werden endlich entsprechende Massnahmen in die Tat umgesetzt – und sogar als Wettbewerbsvorteil wahrgenommen.
Schliesslich unsere Change Frage: Wenn Sie alle Macht der Welt hätten, welchen globalen Change würde Sie realisieren?
(AJ) Ich würde das Weltklima leicht abkühlen und dann einen Back-up der Erde als Fall-back-Position speichern.
(NV) Ich würde Weltfrieden und eine gerechte Verteilung der Nahrungsmittel herbeizaubern.
Ich danke für das Interview und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg!
Interview: Pery Gül, Mai 2009
Unternehmensprofil
Bahina Jewels wurde 2007 von den Schwestern Annick Jordi und Noëlle Vieillard-Jordi gegründet. „Zwei Schwestern“ ist auch der Name der Firma, in Hindi ganz einfach „bahina“. Das Konzept von Bahina Jewels entspricht den Bedürfnissen einer steigenden Zahl unabhängiger Frauen: Sie lassen sich ihren Schmuck nicht mehr schenken, sondern kaufen ihn vermehrt selbst. Sie tragen ihn jeden Tag und nicht nur zu speziellen Anlässen. Schmuck wird so immer mehr zu einem Modeaccessoire. Um diesem Trend gerecht zu werden, haben die in Design und Gemmologie ausgebildeten Schwestern die Bahina Jewels Schmuckkollektion kreiert. Bahina Jewels steht für „fun jewelry“, ist verspielt und einzigartig - so individuell wie die Frau, die den Schmuck trägt.
Auf ihren Reisen nach Indien kaufen die Geschwister in Jaipur – dem Zentrum der Steinschleiferei – die schönsten und buntesten Edel- und Halbedelsteine ein und lassen diese in Jaipur, Hongkong und Bangkok nach ihren Entwürfen zu kostbaren Schmuckstücken aus 18 Karat Gold verarbeiten.
Procida, eine Insel im Tyrrhenischen Meer, liegt zwischen Kap Miseno
und der Insel Ischia im Golf von Neapel. Die Insel Procida ist die
kleinste und am wenigsten berühmte der Neapolitanischen Inseln; das hat
ihre mediterrane Identität bis heute bewahrt.
Aufbruch in ein neues Unternehmertum. Unter diesem Motto fand die 3.
Grass Arena im Dolder Grand Hotel in Zürich statt. Auch dieses Jahr
waren namhafte Referenten eingeladen: Barbara Janom Steiner, Regierungsrätin Kanton Graubünden, Roberto Lombardini, Verwaltungsratspräsident Axpo Holding, Alois Vinzens, CEO Graubündner Kantonalbank, Marco Torriani, CEO Hotel Mandarin Oriental in Genf und Arno Del Curto, Trainer HC Davos. Die Moderation übernahm Martin Spieler, Chefredaktor Handelszeitung.
Für den Ausbau der umfassenden Beratung unserer Kunden, suchen wir einen erfahrenen und engagierten Private Banker mit eigenem Kundenstamm sowie -assets.
Julia Meyer: «Roger Federer fällt mir ein, als sehr gut gekleideter Herr, der im Anzug immer eine gute Figur macht. Auch Bligg versteht sich gut darin, sich elegant zu kleiden, insbesondere die Kombination mit Accessoires gefällt mir bei ihm. Auch Dieter Meier kombiniert seine Anzüge gekonnt mit Accessoires. Pierce Brosnan in «The Thomas Crown Affair» widerspiegelt für mich den perfekten Boss. Oder natürlich auch Richard Gere in «Pretty Woman». In der Schweiz wäre Ivo Sacchi ein Beispiel für einen gut gekleideten Geschäftsherrn.»
Jeremy Rifkin, US-amerikanischer Soziologe, Ökonom, Publizist sowie Gründer und Vorsitzender der Foundation on Economic Trends: "Menschen sind von Natur aus nicht aggressiv und egoistisch, sondern empathisch, also mitfühlend, so Rifkins kontroverse These. Um globale Herausforderungen wie Wirtschaftskrise oder Klimawandel zu bewältigen, brauchen wir ein neues Denken und ein verändertes Menschenbild auf der Grundlage der Empathie. Das heisst, wir müssen unsere wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Modelle ändern, um die Erde zu retten."
Event-Coverage: Video l Bild l Text
Nutzen Sie die Möglichkeit, Ihre Veranstaltung professionell und informativ zu dokumentieren und mit der Publikation auf change.ch einem breiten Publikum zur Verfügung zu stellen. Für Buchung und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Zoran Bozanic
contact@change.ch l +41 44 770 11 77

Wenn Sie alle Macht der Welt hätten, welchen "Change" würden Sie realisieren? Lesen Sie hier was Martin Bisang, Joachim H. Strähle, Eric Syz, Dr. Pierin Vincenz, Jürg Bucher, Frank M. Rinderknecht, Adolf E. Real gesagt haben.
Wir leben in einer sehr dynamischen und veränderungsreichen Zeit. Womit bringen Sie den Begriff «Change» in Verbindung? Lesen Sie was Paola Ghillani, Fleur Platow, Renate Schwob, Carolyn Baechler und viele mehr geantwortet haben.
mehr..
Der Werbeaspekt: Legen Sie Ihren Brand samt Botschaft einfach in die Hände Ihrer Kunden, 365 Tage pro Jahr. Der Kundennutzen: Der erstaunliche und hilfreiche Aufkleber egrips löst ein häufiges Problem, wenn Sie Ihr Mobiltelefon ablegen; beispielsweise vibriert sich das Telefon von der Tischplatte oder einem Möbel, wirbelt gefährlich im Wagen herum. Mit unserem Streifen nach Mass machen Sie Telefone, iPods und andere elektronische Geräte und Organizer rutschfest.