31. Juli 2010
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Solarfirmen mit glänzenden Aussichten

Branche wird optimistischer und will über Grenzen hinaus wachsen
Die Solarbranche musste in der Krise weltweit deutliche Rückschläge hinnehmen. Mittlerweile verbreitet sich jedoch wieder Optimismus, wie die Strategieberatung Simon-Kucher & Partners aufzeigt. In Europa, den USA und China rechnen die Unternehmen im kommenden Jahr mit einem deutlichen Wachstumsschub. Zurecht, meint Commerzbank-Analyst Robert Schramm: "2010 gehen wir von einem Ausbau der weltweit installierten Solarleistung um 61 Prozent aus", so der Fachmann.

Der rapide Vormarsch der Solarunternehmen sei angesichts der Wirtschaftskrise zwar gebremst worden. Dennoch wachse die Branche auch in diesem Jahr um 25 Prozent. Im kommenden Jahr sei zudem mit einem Umsatzwachstum von 46 Prozent zu rechnen, verdeutlicht Schramm gegenüber pressetext. Der Modulpreisverfall werde sich mit minus acht Prozent im ersten Quartal 2010 aber noch moderat fortsetzen.

 
   
 

Zunehmende Internationalisierung
Angaben von Simon-Kucher zufolge visieren die einzelnen Branchenplayer im Durchschnitt eine Steigerung der Geschäfte um 27 Prozent an. Allerdings habe sich gezeigt, "dass die Solarunternehmen dazu neigen, ihre Wachstumsaussichten zu überschätzen", meinen die Experten. Ihre ehrgeizigen Ziele müssten erst umgesetzt werden. Von der Krise seien Zulieferer und Zellenhersteller stärker betroffen als etwa der Handel.

Die Solarfirmen erwirtschaften im Schnitt rund ein Drittel ihrer Umsätze im Ausland. Innerhalb von fünf Jahren soll der Anteil auf über die Hälfte gesteigert werden. Eine internationale Ausrichtung der Solarbranche "wird in den nächsten Jahren für den Erfolg ausschlaggebend sein", meint Simon-Kucher-Partner Philip Grothe. Erst vor wenigen Tagen hat etwa der chinesische Solarkonzern Suntech Power den Sprung über den Teich gewagt und angekündigt, seine erste Fertigungslage in den USA zu errichten.

Verschenkte Gewinne
Das Preismanagement der Solarfirmen ist nach Ansicht von Simon-Kucher hingegen verbesserungswürdig. Die Betriebe würden durch ein unprofessionelles Management Gewinne verschenken. In den Bereichen Kundennähe- und Service sowie Produktqualität und Innovation orten die Unternehmen die größten Herausforderungen der kommenden Jahre. Der Fokus liege auf absatzorientierten Geschäftsfeldern. Gerade in Marktnischen sei eine genaue Marktsegmentierung und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle zu empfehlen. (pte)

19. November 2009

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