Forscher warnen: "Klimagipfel darf nicht scheitern"
Gesundheitliche Auswirkungen wären katastrophal. Können sich die beteiligten Nationen im Dezember nicht auf die Ziele von Seal the Deal, der weltweiten Kampagne der Vereinten Nationen zur Klimaveränderung, einigen, wird das laut 18 führenden medizinischen Organisationen zu einer globalen Gesundheitskatastrophe führen. Artikel in The Lancet und dem British Medical Journal fordern Ärzte auf, eine Vorreiterrolle zu übernehmen. In Leitartikeln machen beide Magazine klar, dass die Menschen in armen tropischen Ländern am meisten unter den Auswirkungen leiden werden.
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Das Vorantreiben einer Klimaveränderung hätte auch andere Vorteile wie eine gesündere Ernährung und eine sauberere Luft. Der UN-Gipfel soll zu einer Einigung auf ein neues Klimaabkommen als Ersatz für das Kyoto-Protokoll führen. Vorbereitende Gespräche wurden dadurch erschwert, dass keine Einigung darüber erzielt werden konnte, um wie viel die Treibhausgasemissionen verringert werden und wie der Klimaschutz in den ärmsten Ländern finanziert werden soll. Es besteht laut dem von 18 Leitern führender Institutionen unterschriebenen Brief eine echte Gefahr, dass die Politiker vor allem in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten unentschlossen sein werden.
In diesem Jahr publizierte The Lancet bereits gemeinsam mit dem University College London eine groß angelegte Studie über die gesundheitlichen Auswirkungen der Klimaveränderung. Die steigenden Temperaturen werden die Übertragung von Infektionskrankheiten begünstigen und die Menge der vorhandenen Nahrungsmittel sowie sauberem Wasser in den Entwicklungsländern verringern. Des Weiteren wird die Anzahl der Menschen, die an durch die Hitze bedingten Krankheiten in den Regionen sterben, in die Höhe schnellen. Michael Jay und Michael Marmot argumentieren in ihren Beiträgen, dass es eine Vielzahl von Lösungen gebe, die für alle Beteiligten von Vorteil seien: "Weniger Kohlenstoff bedeute weniger Umweltverschmutzung. Weniger Fleisch und mehr Sport bedeuteten weniger Krebs, Fettsucht, Diabetes und Herzerkrankungen." (pte)
16. September 2009
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