Wenn Sie alle Macht der Welt hätten, welchen globalen "Change" würden Sie realisieren?

Eric Syz, Gründungsmitglied und General Manager der Bank Syz & Co. AG: "Hätte ich diese Macht, würde ich nicht viel verlangen. Lediglich, dass unsere Finanzindustrie im gleichen Masse die Unterstützung seitens der Behörden und der Medien erfährt, wie dies bei unseren Konkurrenten der Fall ist. Es ist interessant festzustellen, dass sich die angelsächsische Presse stets auf die Seite ihres Finanzplatzes schlägt, während wir einen gewissen Hang zur Selbstgeisselung pflegen. In der Schweiz gehört es zum guten Ton der Medien, systematisch die Banken zu kritisieren, während uns die öffentliche Meinung weitgehend wohlgesinnt ist."
«Change steht für mich für Umdenken, Neuanfang, neue Ziele in der Politik wie im Leben jedes Einzelnen. Change heisst nicht nur: Bestehendes verändern, sondern auch: Bestehendes über Bord werfen, wenn es neuen Zielen im Weg steht.» (Renate Schwob, Leiterin Finanzmarkt Schweiz) weiter »
«Change ist Alltag. Wenn ich mir vorstelle, wie die Welt 1988, als ich mein Studium angefangen habe, ausgeschaut hat und in welcher Welt wir heute leben, so hat sich sehr viel verändert. Veränderungen werden weiterhin eine Konstante bleiben.» (Samy Lichti, Gründer Blacksocks) weiter »
«Wichtig ist, dass „Change“ immer auch als Chance gesehen und genutzt wird. Dies gilt auch für die aktuelle Situation. Sie birgt ebenfalls Potenzial, Altlasten zu eliminieren und Neues sowie Besseres auf die Beine zu stellen.» (Joachim H. Strähle, CEO Bank Sarasin) weiter »
«Darunter verstehe ich die Kraft, traditionelle Werte flexibel mit der Tendenz des Wandels zu vereinbaren, die via Technologie und Globalisierung unser tägliches Leben beherrscht.» (Dr. Fleur Platow, Finanzexpertin) weiter »
Fehlende Unternehmensnachfolge:
«Der Markt kümmert sich zu wenig um KMU»
Samuel Schaufelberger ist Partner der 2007 gegründeten Business Broker AG in Zürich.
1. Dezember 2008
Jährlich werden 12'000 Firmen stillgelegt. Dabei gehen 60'000 Arbeitsplätze verloren. Ein grosser Teil der Unternehmensschliessungen ist auf eine verfehlte, gescheiterte oder ungelöste Unternehmensnachfolge zurückzuführen. Die Business Broker AG in Zürich bietet als erstes und einziges Unternehmen in der Schweiz eine Dienstleistung an, die den gesamten Kauf- bzw. Verkaufsprozess von klein- und mittelgrossen Unternehmungen steuert. Business Brokerage ist ein Geschäftsmodell, das in den USA, Australien oder England bereits seit Jahren erfolgreich angewendet wird.
change.ch sprach mit Samuel Schaufelberger über das Businessmodell der Business Broker AG.
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change.ch
Herr Schaufelberger, wie kam die Geschäftsidee für die Business Broker AG zustande?
Samuel Schaufelberger
Ich
selbst habe zwei Firmen aufgebaut und verkauft und dabei hautnah
erlebt, wie anspruchsvoll der Prozess ist, besonders wenn man ganz auf
sich allein gestellt ist. In Australien, wo ich einige Jahre gelebt
habe, fiel mir auf, dass sich Spezialisten im Markt etabliert haben,
die sich um die ganze Unternehmensnachfolge, den Verkauf und Kauf
kümmern. Diese beiden Erfahrungen haben mich dazu inspiriert, in der
Schweiz das Geschäftsmodell des Business Brokerage zu lancieren.
Ist das Businessmodell «Business Brokerage», das zum Beispiel in den USA funktioniert, auch auf dem Schweizer Markt anwendbar?
Auf
jeden Fall. Für grosse Firmen ist es kein Problem, einen geeigneten
Nachfolger zu finden. Bisher nahm sich aber niemand der kleineren
Unternehmen im Schweizer Markt an. Dieses Potential wollen wir
ausschöpfen.
Viele KMU empfinden den
Generationenwechsel als grosse Herausforderung. In welcher Form
unterstützt sie die Business Broker AG bei diesem Prozess?
Wir
betreuen Mandate ausschliesslich auf Erfolgsbasis. Wir erarbeiten mit
unseren Kunden eine Ist-Soll-Analyse, suchen nach optimalen Lösungen
und begleiten sie auf Schritt und Tritt. Wir erstellen vollumfängliche
Präsentationen, die wir dann mit einem bewährten Werbekonzept
Interessenten anbieten. Wir setzen auf Internet, Printmedien sowie auf
unser Netzwerk, das auf einer Datenbank von ungefähr 3’500
interessierten Käufern beruht.
Wo liegt der USP Ihres Geschäftsmodells?
Mit
unserer erfolgsorientierten Philosophie ziehen wir am gleichen Strick
wie unsere Kunden. Unsere Mitarbeiter verfügen über fundiertes Wissen
und langjährige Erfahrung in den Bereichen Marketing und Verkauf. Wir
operieren also wie ein Immobilienmakler: Dynamisch, effizient und
transparent.
Inwiefern unterscheidet sich das Geschäftsmodell der Business Broker AG von anderen Modellen in der Schweiz?
Unsere
Stärken bestehen in den Bereichen Marketing und Verkauf. Wir generieren
eine viel grössere Anzahl von Interessenten. Ich nenne Ihnen zwei
Beispiele. Ein Kunde beauftragte uns mit dem Verkauf seiner
Schreinerei. Wir publizierten sein Verkaufsangebot auf unserer
Internetseite und hatten innerhalb von zwei Monaten fast 80
Interessenten. Bevor er sich an uns wandte, hatte er während drei
Jahren erfolglos versucht, seine Schreinerei zu verkaufen. Während
dieser ganzen Zeit hatte er keinen einzigen Interessenten für seine
Schreinerei. Bei einem anderen Kunden handelte sich um den Verkauf
eines Blumenladens. Hier erreichten uns aufgrund des
Newsletter-Versands innerhalb weniger Tage Dutzende von Bewerbungen.
Auf welches Kundensegment fokussieren Sie?
Wir konzentrieren uns auf kleine bis mittelgrosse Firmen mit einem Unternehmenswert von 100'000 bis 5'000'000 Franken.
Die Wirtschaft erlebt eine dynamische Zeit. Was fällt Ihnen spontan zum Wort «Change» ein?
Die
globale Marktveränderung. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren wird
es in Zukunft bedeutend schwieriger sein, Vermögen zu wahren oder zu
vermehren.
Wenn Sie alle Macht der Welt hätten, welchen «Change» würden Sie bewirken?
Die Förderung der Lebensfreude. Ich würde griesgrämige Pessimisten zu einer positiven Haltung und mehr Spass am Leben bewegen.
Herr Schaufelberger, besten Dank für dieses Interview.
Interview: Zoran Bozanic
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